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Die Turnhalle Im Grimm wird zur Notunterkunft. (Foto: be)

Turnhalle Im Grimm wird Notunterkunft

Die Turnhalle Im Grimm wird ab kommenden Montag zur Notunterkunft umgebaut. Dadurch entfällt die Nutzung für die Vereine.

Lüneburg. Für die Einschulungsfeier der Hermann-Löns-Erstklässler am Sonnabend steht die Turnhalle Im Grimm noch zur Verfügung. Ab kommenden Montag, 29. August, wird sie nach und nach so vorbereitet, dass sie voraussichtlich ab Oktober als Notunterkunft für Geflüchtete genutzt werden kann. Das teilte die Stadt am Dienstagabend mit. Für den Sport kann sie bereits während der Umbauten ab Montag nicht mehr zur Verfügung stehen.

Über diesen Schritt informiert die Hansestadt jetzt die Schulleiterinnen und Schulleiter der Hermann-Löns- und der Herderschule sowie die Ansprechpersonen der Sportvereine, die die Halle sonst nutzen.

Notunterkünfte sind ausgelastet

Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch sagt: „Mit den Zuweisungen, die wir für die nächsten Wochen erwarten, sind unsere Unterkünfte, einschließlich der Notunterkunft im Roten Feld, allesamt ausgelastet. Für die Personen, die danach kommen, schaffen wir mit der Halle Im Grimm eine Notlösung.“ Sie sieht sich angesichts der dynamischen Zuzugssituation zu diesem Schritt gezwungen. „Die Zahlen, wie viele Menschen bei uns Zuflucht suchen werden, verändern sich laufend. Es ist aber davon auszugehen, dass sie in den nächsten Monaten steigen werden.“

Kalisch sei bewusst, so die Mitteilung, dass die Unterbringung in einer Turnhalle eine große Belastung für alle Beteiligten ist. Auch darum bleibe die Oberbürgermeisterin im Austausch mit dem Land, um zu erwirken, dass die Hansestadt vorerst keine weiteren Geflüchteten so unterbringen muss. Die Überlegungen für andere, reguläre Standorte beziehungsweise für das Aufstocken bestehender Unterkünfte gehen unterdessen weiter.

Infoveranstaltung für Anwohner

Bevor erste Geflüchtete in der Turnhalle Im Grimm untergebracht werden, soll es eine Infoveranstaltung vor allem für Anwohnerinnen und Anwohner geben – voraussichtlich im Laufe des Septembers in der Halle. Über etwaige Ausweichmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport werde sich die Verwaltung in der kommenden Woche direkt mit den Schulen und Vereinen verständigen, heißt es abschließend. lz

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