Donnerstag , 29. September 2022
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Die Stadtwache wird wieder im Einsatz sein.
Die Stadtwache wird wieder im Einsatz sein. (Foto: A/t&w)

Alte Handwerkerstraße wieder zurück

Die Alte Handwerkerstraße rund um St. Michaelis lädt am 3. und 4. September 2022 wieder zum Besuch in die Altstadt ein.

Lüneburg. Rund um St. Michaelis: Die Alte Handwerkerstraße in Lüneburg lädt zum ersten Mal nach 2018 am 3. und 4. September 2022 wieder zum Besuch in die Altstadt ein. Nach vier Jahren Pause können es die Organisatorinnen und Organisatoren des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt (Ala) kaum erwarten. Auch die Handwerker und alle anderen Mitwirkenden stehen in den Startlöchern, um am ersten Wochenende im September eine kleine Zeitreise anzutreten. Der Besuch ist die perfekte Gelegenheit, tief in die Geschichte einzutauchen und sich von einer Atmosphäre bezaubern zu lassen, wie sie im 16. Jahrhundert auf den Straßen geherrscht haben muss. Vor den Häusern stehen in langen Reihen wie von alters her Verschläge und Stände.

Zahlreiche Händlerinnen und Händler bieten in Buden ihre Waren feil, eine Lateinschule gibt Einblick in das Bildungswesen der Zeit und Handwerker können beobachtet werden, wie sie ihre Produkte mit den Mitteln herstellen, die in der Renaissancezeit verfügbar waren. Gaukler und Ausrufer beleben die Szenerie und sorgen immer wieder für Überraschungen.

Stadtwache im Einsatz

Damit auf dem Markt, der sich am Sonnabend von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr im Schatten der mächtigen St. Michaeliskirche und in den Straßen der Umgebung abspielt, Recht und Ordnung herrscht, ist eine Stadtwache im Einsatz. Prächtig gekleidet und mit Waffen ausgerüstet, machen die Männer jedem Besucher, aber auch Händler, sofort klar, wer hier das Sagen hat. Verfehlungen werden umgehend geahndet, um den Marktfrieden nicht zu gefährden. Auch alle anderen Teilnehmenden sind je nach gesellschaftlichem Stand in Gewänder der Renaissance gekleidet, um ein möglichst authentisches Gesamtbild abzugeben.

Lebendiges Zeugnis vergangener Epochen

Auch in der Zeit des 16. Jahrhunderts war man herzhaften oder süßen Gaumenfreuden selbstverständlich nicht abgeneigt. Und so sollten sich die Gäste auf keinen Fall die legendäre Renaissancebratwurst entgehen lassen, die man mit dieser Mischung besonders aromatischer Gewürze nur in Lüneburg kosten kann. Selbstgebackenes Brot nach alten Originalrezepten, Produkte aus Ziegenmilch und für die Durstigen nach alter Tradition gebrautes Bier und Saft munden vortrefflich. Zur langen Geschichte Lüneburgs gehört aber auch unabdingbar das Salz. Wie es aus der Sole entstand, die man vor mehr als Tausend Jahren in Lüneburgs Untergrund entdeckt hatte, wird an diesen beiden Tagen anschaulich erklärt und vorgeführt. So legt die Alte Handwerkerstraße in Lüneburg ein lebendiges Zeugnis vergangener Epochen ab. Der Erlös der Ala-Stände, an denen Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig sind, sollen das nötige Geld für die Restaurierung alter Baudenkmäler erbringen. Schon viele Gebäude konnten mithilfe dieser Gelder erhalten werden.

Weitere Informationen über die Alte Handwerkerstraße gibt es auf www.alte-handwerkerstrasse.de und www.facebook.com/handwerkerstrasse.

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