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Felix Manzke hielt die Festansprache.

Manzke Gruppe feiert ihr 70-jähriges Bestehen

Zwei Anlässe, ein Festakt: Die Manzke Gruppe feiert ihr 70-jähriges Bestehen und die Preisträger der Friedensstiftung Günther Manzke.

Lüneburg: Wenn ein Unternehmen bereits von der dritten Generation geführt wird, dann hat jede Generation etwas richtig gemacht. Die Geschichte der Manzke Gruppe begann 1952 in Volkstorf. Der Krieg war beendet, seine Folgen noch deutlich sichtbar. War man in einer Ära wie dieser möglicherweise furchtloser, risikofreudiger als heute, um auch ohne Kapital und doppelten Boden den Mut aufzubringen, einen Baustoffhandel zu gründen?, fragte Felix Manzke in seiner Ansprache, der rund 300 geladene Gäste aufmerksam folgten.

Großvater Günter Manzke jedenfalls war es und startete in jenem Jahr als Einmannbetrieb in Volkstorf. 70 Jahre später ist aus dem Kleinstbetrieb eine solide mittelständische Unternehmensgruppe mit über 40 Firmen an 70 Standorten in 5 Bundesländern mit entsprechender Umsatz- und Ergebnisentwicklung geworden. Mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind heute daran beteiligt, dass Transportbeton, Betonfertigteile, mineralische Schüttgüter, Recycling und Logistik aus einer Hand angeboten werden können.

Eines der ältesten Unternehmen in der Transportbetonbranche

Für den Festakt hatte sich die Bühne der LKH-Arena in die Manzke-Farben rot und blau gekleidet. Felix Manzke ließ die Meilensteine der vergangenen sieben Jahrzehnte Revue passieren, darunter auch die Übergabe von der zweiten an die dritte Generation: „Was von außen betrachtet nach einem glatten Gang aussieht, bietet durchaus auch Reibungsfläche. Die größte Leistung von meinem Vater Eberhard und mir ist jedoch der uneingeschränkte Wille und die tägliche Bereitschaft, zu übergeben und zu übernehmen. Zwei Kräfte die in den letzten 15 Jahren enorm viel Energie erzeugt und ein wichtiges Kapitel der Firmenhistorie geschrieben haben“, so Manzke, bevor er das Wort an Dr. Erwin Kern, Präsident des Bundesverbandes Transportbeton (BTB), übergab.

Dieser blickte auf das unermüdliche Engagement und die Weitsicht des Familienunternehmens zurück und wies darauf hin, dass es bereits zu den ältesten noch aktiven Unternehmen im Transportbetonverband zählt. Wie aber gestaltet man den Übergang von der einen zur nächsten Feier? Am besten musikalisch. Mit einem Potpourri aus Operette, Pop und Slapstick gelang den Showpianisten David und Götz dann auch mühelos der Brückenschlag zur Preisverleihung der Friedensstiftung Günter Manzke.

Engagement für eine gelebte Demokratie

Seit 1995 zeichnet die Stiftung regionale Institutionen, Vereine und Privatpersonen aus, die sich für die interkulturelle Verständigung, Gemeinschaft und Toleranz einsetzen.

Mit den Worten „der Krieg in der Ukraine hat uns vor Augen geführt, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, eröffnete Laudator und Stiftungsvorstand Friedrich von Mansberg den Festakt. Die diesjährigen Preisträger seien der Beweis dafür, dass es Menschen gibt, die mutig handeln, die Hilfsbereitschaft und Demokratie leben. „Mit ihrem Engagement ermuntern sie uns, es ihnen gleich zu tun.“

Zu den vier ausgezeichneten Institutionen zählte auch der Verein Lüneburger Hilfsprojekt Ukraine, der mit 1000 Euro bedacht wurde. 1500 Euro gingen an die „Projektgruppe Timeloberg“, die unter der Leitung von Dr. Dirk Hagener die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa lebendig hält. Das Projekt „digitale Helden“ der Realschule Bleckede erhielt 3000 Euro für die Anschaffung von iPads zur Unterstützung ukrainischer Schulkinder. Dank der Übersetzungsfunktion können Sprachbarrieren aufgehoben und der Schulunterricht in der Heimat via Internet ermöglicht werden.

Dass zunehmend auch Lüneburgerinnen und Lüneburger aufgrund steigender Energie- und Lebensmittelpreise in Existenznot geraten, zeigt der rege Zulauf, den die „Lüneburger Tafel“ seit Beginn des Ukrainekrieges verzeichnet. Das unermüdliche Engagement des Vereins wurde mit 5.000 Euro honoriert. Seit mehr als 20 Jahren leistet auch die Lüneburger Stiftung Hof Schlüter humanitäre Hilfe. Mit dem Preisgeld von 10.000 Euro werden ukrainischer Krankenhäuser, soziale Einrichtungen und bedürftige Familien unterstützt. Einen Anerkennungspreis von 500 Euro erhielt außerdem die Bläserklasse der Wilhelm-Raabe-Schule, Lüneburg, die die Preisvergabe auch musikalisch begleitete. lz

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