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Mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Lüneburg hat die Polizei in der Nacht zu Montag durchsucht, sechs Personen wurden dabei festgenommen. (Foto: t&w)

Drogenhandel und Clankriminalität: Polizei durchsucht Wohnungen

Mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Lüneburg hat die Polizei in der Nacht zu Montag durchsucht, sechs Personen wurden dabei festgenommen. Inzwischen sind Haftbefehle erlassen worden. Vorausgegangen waren den Durchsuchungen mehrmonatige Ermittlungen wegen des Verdachts auf Drogenhandel gegen einen 26 Jahre alten Lüneburger. 

Lüneburg. Seit Monaten führt die "Ständige Ermittlungsgruppe für komplexe kriminelle Strukturen" (SEG KKS) der Lüneburger Polizeiinspektion ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gegen einen 26 Jahre alten Lüneburger sowie weitere Personen aus dem Umfeld des Mannes.

In der Nacht zu Montag wurden nun verschiedene Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt: Mehr als 90 Einsatzkräfte durchsuchten in der Nacht zu Montag insgesamt sechs Wohnungen, Wohnhäuser bzw. Geschäftsräume und eine Gartenparzelle der tatverdächtigen Personen in verschiedenen Lüneburger Stadtteilen.

Mehrere Kilogramm Cannabis und weißes Pulver

Bei den Durchsuchungen wurden laut Polizei mehrere Kilogramm Cannabis und eine noch unbestimmte Menge weißes Pulver gefunden. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich auch dabei um Rauschgift handelt. Den Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen schätzt die Polizei auf weit über 100.000 Euro. Neben den Betäubungsmitteln wurden neben Bargeld und Verpackungsmaterial auch diverse andere Beweismittel sichergestellt.

Sechs Personen wurden festgenommen

Die Täter stammen aus dem Clanmilieu und deren Umfeld. Im Rahmen der Maßnahmen wurden insgesamt sechs Personen festgenommen; drei der Männer davon wurden nach Prüfung wieder aus dem Gewahrsam entlassen, weil kein dringender Tatverdacht begründet werden konnte. Die drei anderen Beschuldigten im Alter von 26, 27 und 31 Jahren wurden am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade dem Haftrichter vorgeführt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde gegen die drei Beschuldigten im Alter von 26, 27 und 31 Jahren Haftbefehl erlassen. Die Männer wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten überführt.

Die Lüneburger Ermittler wurden bei dem Einsatz vom MEK, der Lüneburger Bereitschaftspolizei und spezialisierten Kräften mehrerer Polizeiinspektionen (Verfügungseinheiten aus Lüneburg und Harburg) unterstützt.

Die weiteren Ermittlungen, strafprozessualen Maßnahmen sowie die Auswertung von Datenträgern dauern an. lz