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Anja Niedergesäß (l.) und Karla Erdmannsky-Licht (r.) von der Fachberatung sorgen für Nachwuchs im Bereich Kindertagespflege. Ingrid Marie Özdemir (2.v.l.) und Melanie Gefeller (2.v.r).

Lüneburgs Tageseltern brauchen Verstärkung

Bei der Betreuung der Kleinsten in der Zeit, in der die Eltern arbeiten, spielen neben den Krippen die Tageseltern eine große Rolle. Weil der Betreuungsbedarf wächst, werden auch Tagesmütter und -väter in und um Lüneburg dringend benötigt. Eine Qualifizierung bereitet auf diese Aufgabe vor. Dazu findet nun ein Info-Abend statt.

Lüneburg. Die einen tun es, weil sie auf diese Weise bestens Familie und Beruf vereinbaren können. Die anderen, weil sie gern mit Kindern arbeiten: Die Motivation, als Tagesmutter oder -vater zu arbeiten, ist so vielschichtig wie die Arbeit selbst. Wer sich jetzt für eine Qualifizierung entscheidet, hat beste berufliche Perspektiven, denn der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder bis drei Jahren ist in Stadt und Landkreis nach wie vor groß, und damit auch die Nachfrage nach Tagesmüttern und -vätern.

Zwei, die das gerne hören werden, sind Melanie Gefeller (41) aus Hohnstorf und Ingrid Marie Özdemir (34) aus Lüneburg. Denn die beiden Frauen haben gerade ihre Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson begonnen.

Arbeiten im eigenen Zuhause

Melanie Gefeller liebt es, mit kleinen Kindern die Natur zu entdecken und hatte nach der Geburt ihrer ersten Tochter schon mit der Qualifizierung geliebäugelt

„Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive, kam mir der Beruf der Tagesmutter wieder in den Sinn. Ich möchte mich zum 1. Januar 2023 als Tagesmutter selbstständig machen und zwar in meinen eigenen Räumen. Vorbereitungen zur Renovierung laufen schon.“ Zuvor absolviert sie noch ein Praktikum bei einer erfahrenen Tagesmutter.

Aufschlussreiche Seminare

Ingrid Marie Özdemir aus Lüneburg möchte nach dem Abschluss der Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson in einer Großtagespflege als Vertretungskraft arbeiten, „Ich habe auch schon eine Stelle sicher.“ Sie kann sich aber auch vorstellen, als „Springerin“ für andere Großtagespflegestätten zur Verfügung zu stehen. „Die Entwicklung der Kinder zu beobachten und begleiten zu dürfen, ist für mich ein großes Glück.“

Die Seminare seien aufschluss- und lehrreich und zeigten noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Kinder und deren Entwicklung, hat sie festgestellt.

Nächste Ausbildung beginnt im kommenden Februar

Die Qualifizierung wird in Lüneburg über die Fachberatung Kindertagespflege angeboten, die eng mit dem Familienbüro zusammenarbeitet. „Möglich ist es auch, in einer betrieblichen Kindertagespflege zu arbeiten oder ältere Kinder nach Schulschluss zu betreuen“, sagen Karla Erdmannsky-Licht und Anja Niedergesäß von der Fachberatung. „Die Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven sind vielfältig.“ Bis zum abgeschlossenen 13. Lebensjahr des Kindes bekommen Eltern von den Kommunen einen Zuschuss zu den Betreuungskosten in der Kindertagespflege.

Die nächste Qualifizierung beginnt im Februar 2023, eine kostenfreie Info-Veranstaltung dazu bietet die Fachberatung am Mittwoch, 12. Oktober, ab 19.30 Uhr, Bei der St. Johanniskirche 2, an. lz

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