Sonntag , 4. Dezember 2022
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Gruppenbild mit Staatssekretär (v.l.): Miriam Staudte, Ortsbrandmeister Carsten Ladewig, Marco Puls, Staatssekretär Stephan Manke, Uta Kraake und Uwe Dorendorf.
Gruppenbild mit Staatssekretär (v.l.): Miriam Staudte, Ortsbrandmeister Carsten Ladewig, Marco Puls, Staatssekretär Stephan Manke, Uta Kraake und Uwe Dorendorf. (Foto: be)

Geld für zwei Feuerwehrfahrzeuge

Sowohl die Samtgemeinde Dahlenburg als auch die Gemeinde Neuhaus erhalten jeweils 270.000 Euro für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen.

Dahlenburg/Neuhaus. Ein warmer Geldregen ist immer willkommen: Vor allem dann, wenn die Finanzlage in den Kommunen angespannt, die Aufgaben aber gewaltig sind. Die Rathauschefs in Dahlenburg und Neuhaus wissen ein Lied davon zu singen. Deshalb wurde jetzt Stephan Manke im Dahlenburger Rathaus mit besonderer Freude empfangen – im Gepäck hatte der Staatssekretär aus Hannover nämlich zwei Förderbescheide. Sowohl die Samtgemeinde Dahlenburg als auch die Gemeinde Neuhaus erhalten jeweils 270.000 Euro für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen.

Das Beispiel Harz zeigt, wie wichtig die Ausstattung ist

Wie wichtig eine technisch gute Ausstattung der Wehren ist, hätten erst kürzlich die schweren Waldbrände im Harz gezeigt, machte Marco Puls, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Amt Neuhaus, deutlich. Auch in seiner Gemeinde gebe es Kiefern- und Dünenwälder, die bei langer Trockenheit schnell ein Raub der Flammen werden könnten. „Geländegängige Feuerwehrfahrzeuge sind da eine große Hilfe“, sagt Puls.

Allerdings kosten solche Fahrzeuge sehr viel Geld – und das haben als sogenannte „Bedarfsgemeinden“ weder die Samtgemeinde Dahlenburg noch Neuhaus. Die eigene Steuereinnahmekraft reicht nicht aus, um die erforderlichen Mittel zur Deckung der notwendigen Ausgaben zu erwirtschaften.

Modernisierung der Feuerwehrinfrastruktur

Nun gehört der Brandschutz aber zu den sogenannten Pflichtaufgaben einer Kommune – „neben Schulen und Kindergärten!“, weiß auch der Staatssekretär und betont: „Zahlreiche Bürger in ganz Niedersachsen beweisen Tag für Tag ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement und übernehmen damit eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft – besonders deutlich wird das immer wieder im Bereich der Feuerwehren.“ Dem Land Niedersachsen sei es daher ein wichtiges Anliegen, den Erhalt und die Modernisierung der Feuerwehrinfrastruktur weiter voranzutreiben und dabei gerade auch die finanzschwachen Kommunen zu unterstützen und die Feuerwehren zeitgemäß und modern auszustatten. Auch wenn es sich dabei nur um eine 70-prozentige Förderung handelt – den Rest der Summe müssen die Kommunen selbst aufbringen.

Die Samtgemeinde Dahlenburg wird das Geld nach den Worten von Samtgemeindebürgermeisterin Uta Kraake für die Anschaffung eines „Gerätewagens Logistik“ für die Ortswehr Dahlenburg nutzen, die Gemeinde Amt Neuhaus plant die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges (LF 10) für die Ortsfeuerwehr Stapel. Insgesamt erhalten in diesem Jahr 28 besonders finanzschwache Landkreise, Städte, Gemeinden und Samtgemeinden in Niedersachsen Unterstützung bei Investitionen im „Aufgabenbereich Brandschutz“: Rund 16 Millionen Euro werden dafür im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs aus dem Bedarfszuweisungsfonds bereitgestellt.

Von Klaus Reschke

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