Samstag , 3. Dezember 2022
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Die Kinder der Hasenburger Berg Grundschule trommeln afrikanische Trommelmusik.
Die Kinder der Hasenburger Berg Grundschule trommeln afrikanische Trommelmusik. (Foto: be)

Hasenburger Berg Grundschule: Trommelspaß mit Kindern

Eine richtige Partystimmung gab es am Donnerstag in der Hasenburger Berg Grundschule. Dort trommelten 307 Kinder für ein Gemeinschaftsgefühl und Inklusion. Auch die Erwachsenen waren begeistert.

Lüneburg. Der Boden vibriert, lautes Lachen und Rufen ertönt in der Sporthalle. Es ist der 29. September, ein großer Tag für die Kinder der Grundschule Hasenburger Berg. Denn es steht das Abschlusskonzert des dreitägigen Trommelprojektes an. Der Veranstalter heißt "Trommelapplaus" aus Hamburg, eine musikpädagogische Organisation, die in Norddeutschland umherreist und an Schulen ihre Trommeln mitbringt. "Es ist ein musikalisches Erlebniskonzept. Die Kinder singen und tanzen und haben Spaß", erzählte Malte Müller, der den Kindern etwas auf seiner Trommel, die aus Ghana stammt, vorspielt, sodass die Kinder ihn nachahmen konnten.

Wichtig fürs Kinderherz

Ein tolles Erlebnis, fand auch Schuldirektorin Marianne Borowski: "Die Kinder sind sehr aufgeregt, die Erwartungsspanne ist hoch: Krieg ich das hin? Wird das gut? Das zeigt, dass es ihnen wichtig ist." Und auch die Kinder haben Spaß. Pauline, Simon, Philip und Jakob, alle neun Jahre alt, erzählten, wie laut es in der Halle dann immer sei und wie besonders die Stimmung ist. "Wir waren alle am Anfang aufgeregt, aber man gewöhnt sich dran", berichtete Pauline, die einen Affen auf ihrem Shirt und auf ihrem Gesicht trug.

Denn jeder Jahrgang war einem anderen Tier zugeordnet, was die Bedeutung besaß: Jede Gruppe mit einem eigenen Tier führt verschiedene Tänze bei der Vorführung auf. So sagt Borowski: "Ich finde es wichtig, dass Kinder so eine Aufführung machen, dass Kinder zeigen: Ich mache das. Es ist auch wichtig für später, bei Vorstellungsgesprächen oder Vorsprechen. Dieses Lampenfieber – und am Ende ist dann alles toll. Dieses Glücksgefühl." Es sei auch wichtig fürs Kinderherz und für die Entwicklung. Gerade auch für Kinder, die nicht so viele Erfolgserlebnisse haben.

Projekt "soziale Kompetenzen fördert"

Dieses Projekt erst möglich gemacht hat Marie Henka, eine Schulsozialarbeiterin von "Albatros e.V.", einem ambulanten Jugendhilfeträger, gemeinsam mit der Praktikantin Ricarda Struck. Sie waren es, die zusammen die Initiative ergriffen und die Mittel für das Projekt aus dem "Corona-Sozialfonds" beantragten. Dabei mussten sie bestimmte Kriterien beachten. Unter anderem, dass das Projekt "soziale Kompetenzen fördert", dass die "gemeinsame Aktivität das Gemeinschaftsgefühl und den Teamgeist stärkt" und dass "Inklusion, Chancengleichheit und die soziale Teilhabe gefördert wird".

Das hatten sie auch geschafft, denn insgesamt 307 Kinder waren daran beteiligt; nicht nur der Hasenburger Berg war dabei, sondern es gab auch eine Kooperation mit den "Kindern mit Einschränkungen" der Klassen vom Knieberg. Jeder konnte also mitmachen, selbst Kinder, die im Rollstuhl sitzen oder Kinder, die eine Sehbehinderung haben. Der wichtigste Faktor war aber, dass die Kinder Spaß haben würden. Übrigens hatten sich auch die Erwachsenen nicht locken lassen, mitzuklatschen. Henka sagt: "Das Trommeln geht in den ganzen Körper, man merkt richtig, es ist wie so eine Magie, die entsteht."

Von Ayleen Rauschenbach

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