Samstag , 3. Dezember 2022
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Goldener Oktober im Kurpark Lüneburg
Eine Hochdruckzone sorgt bis zum Sonntag auch in Norddeutschland für einige sonnig-goldene und milde Tage. (Foto: A/t&w)

Einige goldene Oktobertage

Hochdruckzone sorgt am Mittwoch für Temperaturen von bis zu 22 Grad. Zu Beginn der neuen Woche sorgen atlantische Tiefausläufer für reichlich Wind, Wolken und wohl auch einige Regengüsse.

Lüneburg. Was der Altweibersommer im September versäumt hat, will er in Form des Goldenen Oktobers nun offenbar nachholen. Eine Hochdruckzone, die sich von den Azoren bis nach Osteuropa erstreckt, sorgt bis zum Sonntag auch in Norddeutschland für einige sonnig-goldene und milde Tage. Besonders im Nordseeumfeld können Wolkenfelder atlantischer Tiefausläufer die Herbstfärbung der Blätter zeitweilig trüben. Regen wird in den kommenden Tagen aber eher wenig dabei sein. Allerdings weht häufig ein recht ruppiger Südwest- bis Westwind. Die Temperaturen erreichen am Mittwoch, dem wärmsten Tag der Woche, 20 bis 22 Grad, nach Durchzug einer Kaltfront in der Nacht zum Donnerstag bis zum Sonntag 15 bis 16 Grad.

Vor dem freundlichen Sonntag kann ein Tiefausläufer aus Westen die Schönwetterperiode am Samstag vorübergehend stören. Morgennebel wird durch den lebhaften Wind höchstens regional ein Thema sein. Zu Beginn der neuen Woche sorgen atlantische Tiefausläufer für reichlich Wind, Wolken und wohl auch einige Regengüsse. Danach schiebt im günstigsten Fall ein Ausläufer des Azorenhochs die Wolken nach Osten fort, im ungünstigen Fall verdrückt sich der Goldene Oktober nach Süddeutschland und überlässt den Norden den Atlantiktiefs.

Ungewöhnlich für einen September

Blickt man auf den September zurück, so erlebten wir bei Temperaturen und Sonnenschein endlich wieder einen normalen Monat. Nach dem letzten Aufbäumen des Spätsommers im ersten Monatsdrittel ging’s dann mit großen Schritten Richtung Herbst. Dabei wurde der Schirm zum alltäglichen Begleiter. Dauerregen und teils kräftige – gelegentlich auch gewittrige Schauer – ließen die dürregeplagte Landschaft endlich wieder ergrünen. Recht ungewöhnlich für einen September: Statt des erwarteten Altweibersommers blieb uns das wechselhafte und kühle Herbstwetter auch im letzten Monatsdrittel erhalten. An trüben Tagen waberten dichte Nebelschwaden und in den teils klaren Nächten trat in der Lüneburger Heide (Faßberg) der erste Hüttenfrost (Standardmesshöhe in zwei Meter) der Saison auf.

Am 30. September sorgte ein sonniges Zwischenhoch doch noch für einen freundlichen Monatsausklang. Bemerkenswert für einen gewöhnlich eher trockenen Monat waren die hohen Niederschläge. In der Summe erreichten sie verbreitet 20 bis 50 Prozent über normal. Bei einem Volltreffer durch sehr heftige Schauer örtlich auch mal das Doppelte der üblichen Menge. Niedersachsenweit erlebten wir damit den feuchtesten September seit 2010.

Von Reinhard Zakrzewski

Zur Sache

Maximal 26 Grad

Der September in Lüneburg/Wendisch Evern im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel: 13,3°C (Abw. -0,5°C)

Maximum: 26,0°C (5. September)

Minimum: 3,8°C (9. September)

Sommertage: (Max. mind. 25°C) 2 (normal 2)

Niederschlag: 84 mm (145% v. Soll)

Niederschlagreichster Tag: 19 mm (9. September)

Sonnenschein: 150 Std. (102 Prozent vom Soll)

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