Dienstag , 29. November 2022
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Michael Springer (l.), Ansprechpartner für Ehrenamtliche im Landkreis Lüneburg, und Landrat Jens Böther (r.) würdigen Klaus Bolz, Elke Götsch (Mitte) und Angela Schoop und übergeben ihnen die Ehrenamtskarte. (Foto: Landkreis Lüneburg)
Michael Springer (l.), Ansprechpartner für Ehrenamtliche im Landkreis Lüneburg, und Landrat Jens Böther (r.) würdigen Klaus Bolz, Elke Götsch (Mitte) und Angela Schoop und übergeben ihnen die Ehrenamtskarte. (Foto: Landkreis Lüneburg)

Ehrenamtskarte: Bonus für freiwilliges Engagement

Gute Nachrichten für Ehrenamtliche: Wer für andere da ist, ohne Geld dafür zu bekommen, soll in Lüneburg künftig ein kleines Bonbon in Form von Vergünstigungen erhalten. Das ist die Idee der Ehrenamtskarte. Die ersten Exemplare wurden jetzt überreicht. Doch bislang sind nur wenige Partner dabei.

Lüneburg. Ein Dankeschön für ehrenamtliches Engagement in Form von kleinen Vergünstigungen in Geschäften oder Freizeiteinrichtungen, das ist die Ehrenamtskarte. Seit 2007 existiert sie vielerorts in Niedersachsen, wo rund zwei Millionen Menschen ehrenamtlich tätig sind – doch im Landkreis Lüneburg hat die Karte lange Zeit auf sich warten lassen. Die Begründung: es mangelte an Kooperationspartnern. Nun aber ist sie da und von Landrat Jens Böther an die ersten drei Ehrenamtlichen überreicht worden. Er würdigte deren unentgeltliches Engagement als „einen wichtigen Pfeiler unserer Gesellschaft.“

Ehrenamtskarte wird als Wertschätzung empfunden

Die ersten, die eine Karte beantragt haben, sind Angela Schoop, Vorsitzende des Kunstvereins Lüneburg, Elke Götsch, sie näht kleinste Kleidungsstücke für Frühgeborene und Decken für früh verstorbene Kinder und Klaus Bolz, er ist für die Deutsche ILCO tätig, eine Selbsthilfe-Organisation für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs. Alle drei sind seit Jahren in ihrem Bereich aktiv und sind sich einig: „Wir engagieren uns, weil wir der Gesellschaft etwas geben möchten und das gern tun. Und wir freuen uns, wenn Mitmenschen dies als Bereicherung empfinden.“ Die Ehrenamtskarte empfinden sie als weitere Wertschätzung ihres Engagements.

Niedersachsenweit sind 2300 Anbieter von Vergünstigungen an Bord

Doch in Lüneburg sind die Kooperationspartner noch immer rar gesät – ganze vier sind es derzeit. Die Verwaltung hofft, dass sich nun mit Einführung der Ehrenamtskarte weitere Geschäfte melden werden. Bisher sind niedersachsenweit mehr als 2300 Anbieter dabei. Sie gewähren zum Beispiel einen Nachlass auf Fahrradreparaturen, Haarschnitte oder Führungen, verkaufen Tortenstücke oder Pommes-Portionen zum halben Preis oder geben Prozente auf den Kauf oder den Eintritt. Einige Gastronomien bieten gar ein kostenfreies „Geburtstagsessen“ für die Ehrenamtlichen an.
Um die Karte zu nutzen, reicht es, sie an der Kasse vorzuzeigen. Damit sich das auch lohnt, sucht der Landkreis Unternehmen und Organisationen aus der Region, die solche Vorteile gewähren wollen. Das sei eine „Win-win-Situation“, wirbt die Verwaltung: Denn die Unternehmen und Institutionen unterstützen damit ihrerseits die freiwillige Arbeit, binden Kunden und fördern den Gemeinsinn.

Ehrenamtliche können die Karte beim Landkreis beantragen

Wer sich beteiligen möchte, meldet sich bei Michael Springer unter (04131) 261301 und michael.springer@landkreis-lueneburg.de. Ehrenamtliche können die Karte beim Landkreis Lüneburg beantragen. Dafür steht ein Online-Formular unter www.freiwilligenserver.de/ehrenamtskarte zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass Antragsteller seit mindestens drei Jahren eine freiwillige gemeinwohlorientierte Tätigkeit ohne Bezahlung von mindestens fünf Stunden in der Woche beziehungsweise 250 Stunden im Jahr ausüben und in Niedersachsen wohnen oder tätig sind. lz

Mehr Informationen gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/ehrenamtskarte sowie unter www.freiwilligenserver.de/ehrenamtskarte.

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