Sonntag , 4. Dezember 2022
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Fährt er oder fährt er nicht? Die Frage müssen sich vor allem Pendler in Sachen Metronom in diesen Tagen immer wieder neu stellen.
Fährt er oder fährt er nicht? Die Frage müssen sich vor allem Pendler in Sachen Metronom in diesen Tagen immer wieder neu stellen. (Foto: A/t&w)

Die unendlichen Bauarbeiten an der Bahnstrecke

Bis in den Dezember fallen weiter Metronom-Züge aus oder steuern bestimmte Bahnhöfe nicht an.

Lüneburg. Züge fahren zu anderen Zeiten oder bestimmte Bahnhöfe gar nicht erst an, andere fallen komplett aus. Und auch der Schienenersatzverkehr mit Bussen klappt vorne und hinten nicht – viele Verbindungen werden kurzfristig gestrichen. Was Bahn und Metronom Pendlern seit dem Sommer auf der Strecke Lüneburg–Hamburg zumuten, sorgt bei vielen für hohes Frustpotential. Zuletzt sorgten Personalengpässe beim Metronom dafür, dass einige Verbindungen ganz gestrichen wurden. Und die Stimmung wird kaum besser angesichts des Umstandes, dass sich die Bauarbeiten jetzt immer weiter bis Jahresende ziehen. Kaum eine Woche vergeht, ohne das weitere Einschränkungen verkündet werden.

Metronom verkündet: Bis in den Dezember sollten Nutzer des Schienen-Nahverkehrs sich täglich am besten über die App des Uelzener Eisenbahnunternehmens informieren, ob die gewohnte Verbindung wirklich angeboten wird. Denn auch das ist eine Erfahrung der vergangenen Monate: Wer sich stattdessen nur auf die HVV-App verlässt, kann sich oftmals auf dem Bahnsteig die Beine in den Bauch stehen. Der Hamburger Verkehrsverbund hat die ständigen Veränderungen vielfach nicht in seine digitalen Angebote eingepflegt.

Ersatzverkehr mit Bussen

Zunächst die positive Nachricht: Der RE3, also die schnelle Verbindung, die nur in Lüneburg, Winsen, Hamburg-Harburg und Hamburg Hauptbahnhof hält, ist von den bevorstehenden Einschränkungen nur in der Zeit vom 23. November bis 5. Dezember betroffen. In dieser Zeit halten viele Züge nicht in Harburg.

Ständige Änderungen gibt es aber für den RB 31, der regulär unter anderem Radbruch, Ashausen, Stelle, Maschen und Meckelfeld ansteuert. Dort entfallen ab Samstag, den 29. Oktober bis 6. November zunächst bei nahezu allen Verbindungen von Hamburg nach Lüneburg die Halte Meckelfeld und Harburg. Auch in Richtung Norden sind einzelne Züge von diesen Einschränkungen betroffen. Metronom kündigt zwar einen Ersatzverkehr mit Bussen an, der aber war auch in den vergangenen Wochen wiederholt kurzfristig ausgefallen. Außerdem gibt es dadurch Fahrzeitverlängerungen. An einzelnen Tagen entfällt dazu der RB 31 von Hamburg (Abfahrt 5.29 Uhr) nach Lüneburg komplett.

Baumaßnahmen sollen zum 6. Dezember abgeschlossen sein

Vom 7. bis voraussichtlich 22. November halten dann aufgrund weiterer Gleis-, Weichen- und Bahnsteigarbeiten in beiden Richtungen nur noch sehr vereinzelt Züge der RB31 in Meckelfeld und Harburg. Die zusätzlich zum Stundentakt fahrenden Verstärkerzüge der Linie RB31 zwischen Lüneburg und Hamburg entfallen während des gesamten Zeitraums vom 29. Oktober bis 22. November komplett. Ab dem 23. November fährt der RB31 voraussichtlich wieder weitestgehend regulär, allerdings fahren einige Züge dann nicht bis Hamburg Hauptbahnhof, sondern enden in Hamburg-Harburg.

Zum 6. Dezember sollen die gesamten Baumaßnahmen dann endgültig abgeschlossen sein.

Von Thomas Mitzlaff

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