Samstag , 3. Dezember 2022
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Die dunkle Jahreszeit beginnt. Viele Radfahrer sind aber nicht vorschriftsmäßig unterwegs.
Die dunkle Jahreszeit beginnt. Viele Radfahrer sind aber nicht vorschriftsmäßig unterwegs. (Foto: phs)

Fahrzeugbeleuchtung: Vom Sehen zum Gesehen-werden

Das Autolicht diente früher dazu, den Weg vor sich zu erkennen. Heute geht es ums Gesehen-werden. Wie sich das Thema entwickelt hat, seit wann Neufahrzeuge mit einem Tagfahrlicht ausgestattet werden und was Radfahrer und Fußgänger im Dunkeln beachten können, erfahren Sie im neuen Teil der Verkehrswerkstatt.

Lüneburg. In der Anfangsphase der Motorisierung diente die Fahrzeugbeleuchtung noch überwiegend dem Ziel, den eigenen Fahrweg erkennen zu können. Inzwischen ist mit der Massenmotorisierung und den Geschwindigkeiten nicht nur auf Stadtstraßen das Gesehen-werden mindestens ebenso wichtig geworden. Das zeigte vor wenigen Jahren die Diskussion um das Tagfahrlicht. Seit 2011 werden in Deutschland alle Neufahrzeuge damit ausgestattet.

Es gibt zwar bei uns keine Einschaltpflicht, aber die meisten Fahrer tun dies, denn nicht nur nachts, sondern auch bei stark verschatteten Straßenabschnitten fallen entgegenkommende Fahrzeuge sonst womöglich erst zu spät auf. Nicht weniger wichtig ist das Gesehen-werden bei Fußgängern und Radlern. Ohne Karosserieschutz sind sie automatisch die Hauptleidtragenden, egal, ob sie einen Unfall verursacht haben oder nicht. Bei den Fahrrädern ist es zuvorderst die Beleuchtung, die in Ordnung und bei Dunkelheit eingeschaltet sein muss.

Technik hat Sichtbarkeit verbessert: Speichenclips, Nabendynamo, Leuchten am Helm

verkehrswacht_logoTechnisch hat sich hier eine Menge getan, beginnend mit dem Nabendynamo, dessen Aktivität die Fahrgeschwindigkeit nicht mehr merklich bremst und der auch bei Nässe und Schnee zuverlässig funktioniert. Die Leuchtanlagen sind deutlich kräftiger geworden, auch Standlicht für das Anhalten an Kreuzungen/Einmündungen gibt es. Reflektierende Reifen und Speichenclips verbessern die seitliche Sichtbarkeit. Und viele Radler sind inzwischen mit gelben Schutzwesten und/oder zusätzlichen Leuchten am Rad oder Fahrradhelm gut zu sehen.

Aber nicht selten kommt auch das genaue Gegenteil vor: Ohne Licht in „dunkler Tarnkleidung“, womöglich auch noch auf engem Radweg entgegen der Fahrtrichtung – selbst wenn es nicht zu einem Unfall kommt, so etwas provoziert Schreckmomente, denn so Entgegenkommende erkennt man erst so spät, dass ein Ausweichen oder Bremsen nicht mehr möglich ist.

Schreck für Radfahrer: Dunkel gekleidete Fußgänger mit dunkelfellige Hunden

Auch Fußgänger kleiden sich oft ungünstig. Hosen und Winterjacken sind meist in dunklen Tönen gehalten, auch weil helle Kleidung in der Jahreszeit des Schmuddelwetters schnell verschmutzt. Da aber kaum ein Fußgänger beleuchtet unterwegs ist – nur selten führt jemand eine Taschenlampe mit sich bzw. knipst sie an –, fallen sie Radlern oder bei Fahrbahnquerung Autofahrern erst im Abstand weniger Meter auf. Das ist zu spät für eine unfallvermeidende Reaktion.

Und wenn dunkle Fußgänger dunkelfellige Hunde an dunklen Leinen beim Gassi gehen die volle Breite eines Geh-/Radweges einnehmen, ist das die Horrorvorstellung zahlreicher Radler. Kurzum: Durch helle Kleidung, möglichst mit reflektierenden Elementen, können wir viel dafür tun, besser gesehen zu werden und dadurch deutlich sicherer unterwegs zu sein. Das erspart uns und anderen Schreck und Leid.

Von Peter Pez und Michael Zidorn

Das Video von Martin Schwanitz, Verkehrssicherheitsberater der Polizei, im Rahmen der Verkehrswacht-Aktion „Licht an!“, zeigt verschiedene Fahrradbeleuchtungen im Vergleich

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