Montag , 5. Dezember 2022
Anzeige
Auf der Wiese vor der Leuphana: Rund 1000 Menschen nahmen an der jungen Klimakonferenz am vergangenen Wochenende teil.
Auf der Wiese vor der Leuphana: Rund 1000 Menschen nahmen an der jungen Klimakonferenz am vergangenen Wochenende teil. (Foto: phs)

LCOY: Über 1000 Mal Klimaschutz

Vernetzen, lernen, handeln – mehr als 1000 junge Menschen trafen sich am vergangenen Wochenende an der Leuphana Universität für die Local Conference of Youth, kurz LCOY.

Lüneburg. Vom 28. bis 30. Oktober tauschten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland über besseren Klimaschutz aus. Laut Webseite der LCOY geht es dabei vor allem um die Vernetzung mit jungen Menschen, Austausch mit Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, Wissensvermittlung und das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten. Dafür gab es an den drei Tagen 250 unterschiedliche Programmpunkte mit 228 Speakerinnen und Speakern. Sie hielten unterschiedliche Vorträge rund um das Thema Klimaschutz. Alle Menschen ab 14 Jahren konnten sich vorher anmelden. Die Teilnahme war kostenlos. Die LCOY wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Die Macht des Geldes fürs Klima nutzen

Jule Zentek
Jule Zentek moderierte den Paneltalk "Die Macht des Geldes fürs Klima nutzen". (Foto: phs)

„Ich bin positiv überrascht“, sagte Jule Zentek über ihren ersten Eindruck von der Konferenz. Die 25-Jährige ist Journalistin und Presenterin des Instagram-Accounts klima.neutral. Am Sonnabendnachmittag moderierte sie den Paneltalk „Die Macht des Geldes fürs Klima nutzen“. Wie viele andere ist sie auch mit dem Veranstaltungsticket der Bahn nach Lüneburg gekommen. Das bietet die LCOY extra an. „Unter 27 Jahren zahlen die Teilnehmenden 40, sonst 50 Euro“, erklärte Timo Gumpp, Leiter für die Öffentlichkeitsarbeit der Konferenz. Laut Gumpp meldeten sich rund 1100 Leute aus ganz Deutschland für das Event an.

Ahmad Al. Ani
Ahmad Al. Ani reiste extra für einen Workshop an und holte sich Input für eine Reise nach Ägypten. (Foto: phs)

Auch Ahmad Al. Ani reiste extra von außerhalb an. Er studiert in Osnabrück im Master Internationale Migration und wollte vor allem einen Workshop über die Conference of the Parties (COP) in Ägypten besuchen. Denn die diesjährige COP findet vom 6. bis 18. November dort statt. „Ich nehme teil“, sagte Al.Ani und ergänzte, dass er sich bei Workshop noch mal neuen Input über die COP holte und mit Leuten vernetzte.

Wie nachhaltig agieren 1000 Menschen?

Aber warum trafen sich die jungen Leute nicht per Videocall für die unterschiedlichen Workshops? Wäre es nicht nachhaltiger, wenn alle Teilnehmer zu Hause blieben? So würde schließlich kein Müll und kein CO₂ für die Anreise produziert. „Klar ist das ein Thema“, sagte Gumpp. Aber man müsse auch den Nutzen solch eines Events sehen. Vor allem wenn die Leute sich persönlich kennenlernen. Das würde aus Sicht der Veranstalter mehr bringen als ein Videocall. Und selbstverständlich würden die Veranstalter auch darauf achten, dass die Konferenz so nachhaltig wie möglich agiert. Aus diesem Grund sei das Essen auf der Konferenz vegan. Außerdem wurde komplett auf Plastikteller verzichtet.

Von Simon Schröder

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.