Samstag , 3. Dezember 2022
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Fabian Schweiger von der Robert-Enke-Stiftung erläutert, wie die VR-Brillen genau getragen werden müssen. Mit der Animation aus dem Projekt "Impression Depression" sollen Symptome von Depressionen besser verständlich gemacht werden. (Foto: phs)

Mit der VR-Brille Depressionen besser verstehen

Depressionen sind für Nicht-Betroffene nur schwer nachzuvollziehen. Das Projekt "Impression Depression" der Robert-Enke-Stiftung möchte daher Interessierten einen Eindruck verschaffen – mittels Virtual Reality. In dieser Woche können Schüler der BBS3 Lüneburg das Projekt ausprobieren.

Lüneburg. An der BBS3 haben Schüler ab Mittwoch drei Tage lang die Gelegenheit, das Krankheitsbild Depression besser zu verstehen. Mit Hilfe einer VR-Brille (Virtual Reality-Brille) vermittelt dort das Projekt "Impression Depression" der Robert-Enke-Stiftung Nicht-Betroffenen einen Eindruck davon, wie sich typische Symptome einer Depression anfühlen.

Am vergangenen Dienstag haben bereits einige Lehrkräfte das Projekt ausprobiert und konnten dabei sehen, hören und fühlen, wie Menschen mit Depressionen gewisse Situationen erleben. Eine schwere Weste, die dabei angezogen wurde, simulierte ein Gefühl der inneren Schwere.

Über Kopfhörer konnten Gedanken von Betroffenen gehört werden. Optisch befanden sich die Teilnehmer zum Beispiel in einer Fußball-Kabine, zwischenzeitlich aber auch in einem erdrückend wirkenden Tunnel.

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Menschen mit Depression sind im Berufsfeld der Sozialpädagogik präsent

Die VR-Brille, die eine Situation in 360 Grad veranschaulichen kann, machte die Erfahrung realistisch. "Ich sehe es als meine Aufgabe an, mich über das Thema zu informieren", sagte Lehrerin Daniela Lemmen nach der VR-Erfahrung. Im Berufsfeld der Sozialpädagogik hätten die Schülerinnen und Schüler häufig mit Erkrankten zu tun. "Da ist es hilfreich, neben dem Aufzeigen von Hilfsmöglichkeiten, sich auch ein wenig hineinfühlen zu können."

Hildegund Fathmann-Gerdes von der BBS3, die das Projekt an die Schule geholt hatte, merkte an: "Das ist ja auch etwas ganz anderes als auf einem Arbeitsblatt zu lesen, was eine Depression ist". Aber es gehe den Lehrerinnen auch um die Gesundheit der eigenen Schülerschaft. "Die liegen mir am Herzen. Und wir möchten Anzeichen von Depressionen auch registrieren können", sagte Daniela Lemmen.

Interessierte Schulen können das Projekt "Impression Depression" zu sich einladen. Mehr Infos gibt es unter impression-depression.de.

Mehr Fehltage unter den Schülern seit Corona

Hildegund Fathmann-Gerdes verwies auf die besondere Belastung in der Pandemie. "Wir haben wirklich viel mehr Fehltage festgestellt seit Corona."

Mit mehr als vier Millionen Betroffenen in Deutschland spricht die Robert-Enke-Stiftung bei Depressionen von einer Volkskrankheit, die zwar gut zu behandeln, aber für Nicht-Betroffene schwer zu begreifen ist.

In der VR-Animation hören die Teilnehmer unter anderem die negativen Gedanken eines Betroffenen. Diese wiederholen sich: Ich bin so müde, ich fühle nichts, ich schaffe das nicht, ich bin so traurig – das sind einige der Gedanken. Die Teilnehmer sollen dabei an einer Stelle versuchen, an etwas Schönes zu denken.

Vielen fällt das schwer, weiß Fabian Schweiger vom Projekt. "Und dann kann man sich grob vorstellen, was das mit einem macht, wenn diese Gedanken zwei Wochen oder sieben Wochen lang nicht aufhören."

Wer selbst an Depressionen erkrankt ist oder war, sollte die VR-Animation nicht anschauen. Sie richtet sich speziell an Angehörige und Interessierte und wurde zum zehnten Todestag des ehemaligen Fußball-Nationaltorwarts Robert Enke konzipiert. Dieser war schwer depressiv und hatte sich 2009 das Leben genommen.

Von Laura Treffenfeld

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