Sonntag , 4. Dezember 2022
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Viele zahlreiche Helfer sammelten rund 150.000 Eicheln. (Foto: Stadt Lüneburg)

Aufforstung: Lüneburger sammeln rund 150.000 Eicheln

An insgesamt vier ausgewählten Standorten kamen an sechs Tagen 2351 Kilogramm Eicheln zusammen. Diese sollen nun als Saat für neue Laub-Mischbestände dienen.

Lüneburg. Zu einer Sammelaktion in der letzten Oktoberwoche hatte das Stadtforstamt aufgerufen, nun steht fest, wie viele Eicheln dabei zusammengekommen sind: An insgesamt vier ausgewählten Standorten kamen an sechs Tagen 2351 Kilogramm zusammen, berichtet die Stadt. „Das entspricht schätzungsweise 150.000 handerlesene Eicheln“, sagt Stadtförster Per-Ole Wittenburg und bedankt sich bei allen Helfern, die sich an der Aktion beteiligt haben.

Eicheln für zehn Hektar Wald

Die Eicheln werden als Saat benötigt, um durch Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer geschädigte Waldflächen in Lüneburg "in stabile, vorrangig von Eiche geprägte Laub-Mischbestände" zu übertragen, erklärte Wittenburg. Die 2351 kg reichen für etwa zehn Hektar Wald. Ausgesät werden die Eicheln auf zwei Waldflächen – eine ist in der Nähe von Südergellersen, eine bei Deutsch Evern. "Wir pflanzen hier unsere eigenen Eichen, da sich diese bewährt haben, insbesondere auch auf nährstoffarmem Boden“, erklärt der Stadtförster.

Mit der Aussaat soll schon nächste Woche begonnen werden, denn aufgrund des sehr warmen Wetters in den letzten Wochen haben viele Eicheln bereits angefangen zu keimen. Beauftragt hat die Stadt dafür ein Spezialunternehmen aus dem Erzgebirge, das mithilfe von Rückepferden und einer extra für dieses Verfahren hergestellten Saatmaschine die Eicheln schonend in den Boden einbringt. lz

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