Sonntag , 4. Dezember 2022
Anzeige
Drei Männer schreien vor Freude und halten aufblasbare Gitarren in der Hand.
Die Gitarren-Künstler reisen seit gut zehn Jahren aus Münster nach Lüneburg zur Nacht der Clubs an, seit einer aus der Clique in die Hansestadt gezogen ist. (Foto: phs)

Mit Bildergalerie: So feierte Lüneburg die Nacht der Clubs

Einmal zahlen, überall feiern. Bei der Nacht der Clubs wummerten in den Lüneburger Locations die Bässe. Von Anno 1900 bis HAVN, von Rock bis Funk – die Besucher hatten die Wahl. Und wir haben (Party-)Mäuschen gespielt.

Lüneburg. 12 Acts, ein Ticket: In der Nacht der Clubs von Sonnabend auf Sonntag konnten Musikfans und Nachtschwärmer durch die Locations der Lüneburger Innenstadt ziehen.

Und ob sie nun mit einer Hand am Bierglas und der anderen Hand in der Hosentasche ein wenig das Knie im Takt mitgewippt haben oder Luftgitarre spielend quer über die Tanzfläche gesprungen sind, Spaß hatten sie dabei, beteuerten die Befragten.

Mehr Tickets an der Abendkasse verkauft

12 Euro hat das Ticket an der Abendkasse gekostet. Die meisten Besucher habe sich spontan für das Event entschieden. "Knapp 600 Tickets sind im Vorverkauf weggegangen, insgesamt kommen wir bei der Nacht der Clubs aber auf eine Besucherzahl von rund 2000", sagte Finja Heilemann von der Lüneburg Marketing GmbH.

Von den geplanten 13 Acts musste einer kurzfristig absagen. Bei dem Trio "WHT!" sei jemand krank geworden und auf die Schnelle habe man keinen Ersatz für die Band gefunden. So blieben die Lichter im Spätcafé aus.

Doch dafür funkelten die Disco-Scheinwerfer in den übrigen "Spielstätten" um so bunter: im Anno 1900, im Chandler’s, in Dea’s Heimathafen, im HAVN, in der Krone, im Rock Café kasa, im Salon Hansen, Schallander, September, Café Lil und Bar Be Qube. Das musikalische Repertoire reichte dabei von Rock und Pop über Funk und Soul bis hin zu Cover und Rap.

Manche kamen nicht weit, andere zogen durch die Clubs

Von 21 Uhr bis Mitternacht kam man mit seinem Bändchen zu allen Bands und Künstlern – danach waren noch die beiden Aftershow-Partys im HAVN und im Salon Hansen im Preis mit drin.

Ob das Angebot auch ausgenutzt wurde? "Also wir sind hier gestartet und auch hier gestrandet", sagten die Freundinnen Dunja und Claudia vor "Dea´s Heimathafen", wo die Band Neugierig spielte. Die zwei waren aus Marschacht angereist. "Wir haben Spaß hier."

Ein paar mehr Clubs hatten Diana, Daria und Nadine mitgenommen. Die drei saßen im Schallander und waren sich einig: "Wir haben noch Energie." Es sei für sie der vierte Club und sicher nicht der letzte. "Doch am besten war es bisher im Heimathafen", meinte Diana.

Lesen Sie auch:

Dieses Jahr gab es zwei Mal die Nacht der Clubs. So war die Nacht der Clubs im Mai 2022.

Manche mussten in Nacht der Clubs arbeiten

Das sahen die Leute, die versuchten, ins HAVN reinzukommen, sicher anders. Die Band Chief Pilot lockte so viele an, dass es zwischendurch kaum möglich war, sich durch die Eingangstür zu quetschen.

Das Gedränge und die Lautstärke machte die Nacht der Clubs vielerorts zu einer Herausforderung für all jene, die in der Nacht arbeiten mussten. "Morgen werde ich sicher etwas heiser sein", prognostizierte Robert Häusler. Er kellnerte im Café Central zusammen mit Kollegin Maja Brandt.

"Bisher stimmt aber das Trinkgeld", fügte sie hinzu. Auch die Stimmung unter den Leuten sei gut.

Security-Mann: "Es sollen sich alle wohlfühlen"

Das konnte auch Security-Mann Axel Wendt bestätigen. Er schaute, dass das auch so blieb. Für ihn war klar: "Es sollen sich alle wohlfühlen, egal wo sie herkommen oder was sie anhaben." Auch die Polizei hatte am Sonntagfrüh nichts zu beanstanden. Es sei alles ruhig geblieben.

Von Laura Treffenfeld

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.