Sonntag , 4. Dezember 2022
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Das gestellte Foto zeigt ein Einbrecher an einem Fester.
In Lüneburg gab es in den vergangenen Tagen wieder gehäuft Einbrüche. Die Polizei gibt Tipps, um sich davor zu schützen. (Foto: Adobe Stock)

10 Tipps gegen Einbrecher: Das rät die Polizei

In Lüneburg kommt es wieder vermehrt zu Einbrüchen. Die Polizei gibt Tipps, was man dagegen tun kann und verrät, warum Überwachungskameras nicht unbedingt helfen.

Lüneburg. Erneut kam es im Stadtgebiet sowie in Vögelsen und Brietlingen zu Einbrüchen bzw. versuchten Wohnungseinbrüchen. Die Polizei berichtet von vier Taten in den Nachmittagsstunden des 10. Novembers und gibt Tipps, wie sich Hausbesitzer vor Einbrechern schützen können.

Vier Einbrüche am Donnerstag

In der Lüneburger Straße in Vögelsen hatte ein Unbekannter gegen 14.20 Uhr erst geklingelt und nachdem niemand die Tür geöffnet hatte, versucht ein Fenster aufzubrechen. Der im Garten befindliche Bewohner bemerkte den Täter, der mit einem Fahrrad die Flucht ergriff.

Auch im Moorweg in Brietlingen waren Einbrecher aktiv. Hier wurde zwischen 15 und 18 Uhr ebenfalls eine rückwärtige Terrassentür aufgebrochen. Im Gebäude
erlangten die Täter Schmuck.

Überwachungskamera nahm Täter auf

Im Huskater Weg in Häcklingen brachen vermutlich zwei Unbekannte zwischen 16.30 und 18Uhr in zwei Einfamilienhäuser ein. Hier wurde jeweils eine rückwärtige
Terrassentür aufgebrochen; jedoch keine Beute gemacht. In dem Zusammenhang beobachten Anwohner auch zwei mögliche Täter, an einem Haus war eine Überwachungskamera installiert, die die Täter aufnahm.

Dazu sagt Kai Richter, Pressesprecher der Polizei: "Filmaufnahmen können der Polizei bei den Ermittlungsarbeiten helfen." Allerdings betont er auch, dass sich dabei niemand gefährden sollte, Aufnahmen also besser nicht mit dem Handy gemacht werden sollten. Zudem sagt er: "Überwachungstechnik verhindert keine Einbrüche."

10 Tipps, um Wohnungseinbruch zu verhindern

Die Polizei gibt Tipps, wie Sie sich stattdessen vor einem Wohnungseinbruch schützen können:

  1. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. Vorsicht: Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Auch eine Keller- oder Nebeneingangstür sollte grundsätzlich verschlossen sein und nur für eine unmittelbare Nutzung geöffnet werden. Häufig wird genau dies dann am Tage auch mal vergessen.
  2. Deponieren Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher erahnen die Verstecke!
  3. Rollläden sollten zur Nachtzeit - und nach Möglichkeit nicht tagsüber - geschlossen werden. Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren.
  4. Sorgen Sie bei Abwesenheit dafür, dass Ihre Wohnung oder das Haus einen bewohnten Eindruck macht. Kümmern Sie sich darum, dass z.B. die Mülltonne am
    Entleerungsdatum an die Straße gestellt wird und Ihr Briefkasten regelmäßig geleert wird. Beleuchten Sie Ihre Räumlichkeiten am Abend. Nutzen Sie dafür einfach Zeitschaltuhren oder Smart-Home Produkte.
  5. Achten Sie bewusst auf verdächtige Situationen, Personen oder Fahrzeuge. Achten Sie auf Fremde im Umfeld, im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie sie ggf. an.
  6.  Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.
  7. Sorgen Sie dafür, dass in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.
  8. Notieren Sie Kennzeichen, Fahrzeugtyp und -farbe von fremden Fahrzeugen in Ihrer Umgebung. Prägen Sie sich das Aussehen von unbekannten Personen in Ihrer Umgebung.
  9. Bauen Sie geprüfte einbruchhemmende Fenster, Türen und Fenstertüren (Balkon- und Terrassentüren) nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse [RC] 2) ein.
  10. Zusätzlich eingebaute Alarmanlagen bieten darüber hinaus besonderen Schutz.

Mehr Tipps für ein sicheres Zuhause finden Sie hier. Hinweise zu den oben genannten Vorfällen nimmt die Polizei Lüneburg, Tel. 04131-8306-2215, entgegen. lz