Dienstag , 6. Dezember 2022
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Das traditionsreiche Gasthaus Zum Hohensand ist ab dem 3. Dezember wieder geöffnet.
Das traditionsreiche Gasthaus Zum Hohensand ist ab dem 3. Dezember wieder geöffnet. (Foto: t&w)

Gasthaus Zum Hohensand öffnet wieder

Es ist offiziell: Unter neuen Mietern öffnet das Gasthaus Zum Hohensand ab Dezember wieder seine Tore und führt eine 117 Jahre alte Geschichte weiter. Welche Speisen dann auf der Karte stehen und was dem Gastro-Paar besonders am Herzen liegt, lesen Sie hier.

Hohensand. Aufatmen und Anstoßen heißt es ab dem 3. Dezember auf dem Hohensand zwischen Wittorf und Bardowick, denn die Traditions-Schenke Zum Hohensand öffnet wieder Türen und Tresenhähne, inklusive regionaler Küche.

Anfang des Jahres schloss Gasthaus "Zum Hohensand" 

Erst Anfang des Jahres mussten die ehemaligen Besitzer Michael Schulz und Ehefrau Anne ihre Fahnen streichen, nach drei Generationen Familienbetrieb gesundheitsbedingt ihr geliebtes Gasthaus verkaufen. "Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagte das Paar damals gegenüber der LZ.

Damit gingen 117 Jahre Gasthaus-Dynastie zu Ende, ein Nachfolger war nicht in Sicht. Knapp elf Monate blieb das Gasthaus geschlossen, jetzt lässt ein junges Ehepaar das geschichtsträchtige Zum Hohensand wieder aufleben.

Vorfreude auf einen neuen Lebensabschnitt

"Zusammengenommen haben wir uns mehr als 30 Jahre Berufserfahrung erarbeitet und wagen jetzt endlich den Schritt in die Selbstständigkeit", freuen sich Lina und Oskar Feil auf den neuen Lebensabschnitt an der Ilmenau.

Über die Immobilienvermittlung Sallier erklären sie: "Unsere Liebe zu diesem Beruf erwächst in erster Linie aus dem Spaß, unseren Gästen als Gastgeber jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern."

Grünkohl, Wildgerichte und Fischspezialitäten

Die gelernte Restaurantfachfrau und der Finanzwirt planen, gemeinsam mit Koch Janik Tiedke neben dem regulären Ausschank auch Traditions-Gerichte wie herzhafter Grünkohl, Wildgerichte und Fischspezialitäten anzubieten.

"Mit unserem jungen Koch Janik Tiedke haben wir einen starken Partner an unserem Herd, der die gutbürgerliche deutsche Küche liebt und lebt. Dank der ortsansässigen Landwirte, Fleischer und Fischlieferanten fällt es uns leicht, unserem Vorsatz der regionalen Küche gerecht zu werden", sagt das Paar, das die Räumlichkeiten auch für Events oder Feierlichkeiten anbieten möchte.

Ein Gewinn für die Samtgemeinde

Für die Samtgemeinde sei die Wiedereröffnung ein Gewinn, sagt Bürgermeister Heiner Luhmann. “Es ist sehr wichtig, dass die örtliche Gastronomie nicht weiter ausdünnt. Die Angebote in der Samtgemeinde sind stetig rückläufig, sodass es mich ganz besonders freut, dass eine Fortsetzung des gastronomischen Angebots umgesetzt wird.”

Kurz sei das Gebäude als vorübergehende Flüchtlingsunterkunft im Gespräch gewesen, dies wurde jedoch aufgrund der räumlichen Gegebenheiten verworfen. “Natürlich wäre eine Nutzung wünschenswert gewesen, da wir laufend nach größeren Objekten Ausschau halten und der Bedarf nicht kleiner wird. Die Nutzung als Gaststätte ist jedoch aus differenten Gründen viel wertvoller für die Bürger der Samtgemeinde”, bekräftigt Luhmann. Andere Gebrauchsmöglichkeiten für die Samtgemeinde seien noch nicht bekannt.

Von Clara Dembinski

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