Sonntag , 4. Dezember 2022
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Die mobilen Impfteams des Landkreises müssen voraussichtlich zum Ende des Jahres ihre Arbeit einstellen. Doch es gibt noch eine kleine Hintertür. (Foto: be)
Die mobilen Impfteams des Landkreises müssen voraussichtlich zum Ende des Jahres ihre Arbeit einstellen. Doch es gibt noch eine kleine Hintertür. (Foto: be)

Corona-Impfung: Bleiben Lüneburger Impfteams im Einsatz?

Die Finanzierung der kommunalen Corona-Impfzentren und der Mobilen Impfteams durch das Land läuft zum Jahresende aus. Damit dürfte auch der Einsatz der Impfteams in Lüneburg enden. Doch ganz sicher ist das noch nicht.

Lüneburg. Die Finanzierung der kommunalen Corona-Impfzentren und der Mobilen Impfteams durch das Land läuft zum Jahresende aus. Damit dürfte auch der Einsatz der Impfteams in Lüneburg enden. Der Landkreis plant daher, seine Impfstützpunkte bis Weihnachten zu schließen und die mobilen Impfteams bis auf Weiteres nach Hause zu schicken. Allerdings gibt es doch noch eine kleine Hintertür.

Angebot über das Datum hinaus wird derzeit geprüft

"Der Einsatzauftrag der Mobilen Impfteams ist derzeit bis Ende des Jahres begrenzt. Wie ein solches Impfangebot über dieses Datum hinaus aussehen kann und welchen Umfang es haben sollte, wird derzeit in unserem Hause geprüft", teilte Oliver Grimm, Presssprecher des Gesundheitsministeriums, nun mit.

Auf die Frage, inwiefern es das Ministerium angesichts der erwarteten Welle durch die Omikron-Subtypen BQ.1 und BQ.1.1 für sinnvoll hält, die Impfzentren zu schließen und ob das die Wiederholung der Fehler aus 2021 sei, als die Impfzentren vor der Herbstwelle schon einmal vor der Schließung standen, sagte Grimm: "Das Gesundheitsministerium ist davon überzeugt, dass es in Niedersachsen weiterhin ein an den Öffentlichen Gesundheitsdienst gekoppeltes, ergänzendes Impfangebot zum System der niedergelassenen Ärzten sowie der Apotheken und Betriebsärzte geben sollte." Nach endgültigem Aus klingt das nicht.

Auslastung der Impfzentren nur gering

Klar ist, dass die Auslastung der vom Land unterstützten kommunalen Impfzentren in den vergangenen Monaten gering war. Seit geraumer Zeit würden die Impfzentren und Impfteams nicht mehr an ihre Kapazitätsgrenze impfen, betonte Grimm.

In der ersten Kalenderwoche des Jahres seien landesweit noch mehr als 188.000 Impfungen allein von den Mobilen Teams durchgeführt worden. In den vergangenen Wochen seien es nur maximal 20.000 gewesen.

Kosten für Impfteams noch nicht ganz klar

Wie hoch die genauen Kosten pro Impfteam sind, "kann nicht beantwortet werden, da in den einzelnen Mobilen Impfteams unterschiedlich viele Impfärzte und weitere Kräfte eingesetzt werden."

Die Kommunen als Betreiber der Impfteams erhalten vom Land eine Pauschale, aus der Personal- und Sachkosten finanziert werden. "Eine Gesamtabrechnung kann erst nach dem Ende des Einsatzauftrages erfolgen", sagte Grimm.

Von Dennis Thomas

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