Dienstag , 6. Dezember 2022
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Das Lehrschwimmbecken in Oedeme muss saniert werden. (Foto: Adobe Stock)

Landkreis hofft auf Fördermittel für Lehrschwimmbecken in Oedeme

Das Lehrschwimmbecken in Oedeme soll saniert werden – für insgesamt rund 6,3 Millionen Euro. Der Landkreis hofft nun auf Fördermittel vom Bund. Doch rund die Hälfte müsste der Landkreis trotzdem noch selbst stemmen.

Lüneburg. Generationen von Schülern erwarben in Oedeme ihr Seepferdchen-Abzeichen: Seit 50 Jahren ist das dortige Lehrschwimmbecken eine feste Institution für Schul- und Vereinssport in der Region. Der Landkreis Lüneburg will dies auch für die Zukunft sicherstellen. Deswegen wandte er sich jetzt an den Bund, der ein Förderprogramm für Schwimmhallen und Sportstätten mit besonderer gesellschaftlicher Bedeutung und sozialer Integration hat.

„Wir haben unser Interesse angemeldet“, sagt Franziska Welz, Fachbereichsleiterin bei der Kreisverwaltung. Bis Ende November entscheidet der Haushaltsausschuss des Bundestags, welche Sanierungen er 2023 in dieses Programm aufnimmt.

6,3 Millionen Euro Gesamtkosten

Dem Landkreis Lüneburg ist wichtig, dass die Wasseraktivitäten der Schulen und Vereine langfristig möglich bleiben: „Die Bundesförderung würde uns einen riesigen Schritt voranbringen: Wir sanieren die Anlage von 1972 komplett, bringen sie auf den aktuellen Stand in den Bereichen Energie und Klimaschutz und können einen Aufzug sowie eine Fotovoltaikanlage installieren“, skizziert Franziska Welz.

„Spätestens die jetzige Energiekrise macht deutlich: Energetische Sanierung ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll.“ Allerdings will das Projekt auch finanziert sein: Bei einer Zusage durch den Bundestag würde der Bund 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben übernehmen, etwa 3,5 Millionen Euro müsste der Landkreis noch aus dem eigenen Etat stemmen. Die Gesamtkosten schätzt der Landkreis insgesamt auf 6,3 Millionen Euro.

Hallenzeiten vom Lehrschwimmbecken sind ausgelastet

Das Lehrschwimmbecken in Oedeme wird intensiv genutzt – durch Schulsport und Vereinsschwimmen. Die Hallenzeiten von 8 bis 22 Uhr sind voll ausgelastet, zu 65 Prozent von Vereinen aus der Region. „50 Jahre Dauerbetrieb – das geht nicht spurlos an einer Anlage vorbei“, erläutert Detlef Beyer, Leiter des Fachdienstes Gebäudewirtschaft. „Wir warten das Schwimmbecken regelmäßig in den Ferien. Aber bei der starken Beanspruchung kommen vermehrt Reparaturen hinzu, für die wir schließen müssen.“

So konnten Schüler in diesem Jahr erst im September mit den Schwimmstunden starten, weil ein Schaden am elektromechanischen Hubboden festgestellt worden war: Zwei Unterwasserwürfelgetriebe für die vertikale Höhenverstellung mussten überholt und mit neuen Lagerschalen versehen werden. Solche Probleme könnte eine Rundum-Sanierung lösen: Die Baustelle würde zwar eine längere Schließung mit sich bringen. Dafür stünde das Schwimmbecken anschließend wieder zuverlässig fürs Schwimmtraining offen – genau wie in den vergangenen 50 Jahren. lz

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