Montag , 5. Dezember 2022
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Schon am Tag der Eröffnung düsten die Mädchen und Jungen fröhlich im Slalom über das Schulgelände.
Schon am Tag der Eröffnung düsten die Mädchen und Jungen fröhlich im Slalom über das Schulgelände. (Foto: t&w)

Warum der Fahrradparcours für Kinder so heiß begehrt ist

Die Kinder an der Grundschule Hasenburger Berg sind die ersten, die den heiß begehrten Fahrradparcours der Verkehrswacht ausprobieren durften. 19 weitere Schulen in Stadt und Landkreis werden folgen. Dabei dachte der Initiator des Projekts zunächst gar nicht daran, dass eine Umsetzung tatsächlich möglich ist.

Lüneburg. Er ist der erste von insgesamt 20 und schon jetzt heiß begehrt: der Fahrradparcours für Kinder an der Grundschule Hasenburger Berg. Schon am Tag der Eröffnung düsten die Mädchen und Jungen fröhlich im Slalom über das Schulgelände, und Rektorin Marianne Borowski ist überzeugt, dass dieser Anblick sich noch sehr häufig wiederholen wird.

Startpunkt der Strecke ist eine Wippe, die tut gut für Gleichgewicht und Motorik. Anschließend geht's unter einer gelben Querstange hindurch und an roten Holzklötzen entlang, bevor nach dem Verkehrshütchen-Slalom die wohl schwierigste Übung wartet: Auf einem Tisch stehen Becher mit Wasser gefüllt. „Ihr schnappt euch einen, passt auf, dass nichts überschwappt und stellt den Becher am nächsten Tisch wieder ab“, erklärte Martin Schwanitz den Kindern.

Innerhalb eines Jahres stand die Finanzierung

Schwanitz ist Berater für Verkehrssicherheit bei der Polizeiinspektion in Lüneburg und war an diesem Mittag zur feierlichen Eröffnung des Fahrradparcours in der Grundschule ein gern gesehener Gast. Schließlich ist der Polizeibeamte der Initiator des Projekts – auch wenn er anfangs selbst nicht an die Realisierung seines Wunsches glauben konnte. „Als ich das erste Mal diese Idee hatte, dachte ich noch: Das klappt niemals. Es ist einfach zu teuer“, erinnert Schwanitz sich.

 

Doch gemeinsam mit der Verkehrswacht Lüneburg e.V. und ihrem Vorsitzenden Peter Pez hat funktioniert, was Schwanitz niemals so erwartet hatte. Innerhalb eines Jahres stand die Finanzierung für nicht nur einen, sondern insgesamt 20 Fahrradparcours für Grundschulen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg.

Ziel der zehn Stationen ist es, spielerisch die motorischen Fähigkeiten der Kinder zu trainieren und sie mit Verkehrsregeln vertraut zu machen. „Die Kinder sollen Spaß haben am Radfahren und sicher unterwegs sein“, sagte Martin Schwanitz. „Denn das ist leider nicht immer der Fall. Hiermit wollen wir Verkehrsunfälle minimieren.“

Lehrkräfte sollen mit Kindern auf Fahrradparcours üben

Für die Verkehrswacht Lüneburg e.V. sind die 20 Fahrradparcours ein „richtig großes Projekt“, verdeutlichte Peter Pez. „Und es wäre nicht möglich gewesen, hätten nicht so viele Kundinnen und Kunden der Sparkasse dafür abgestimmt." Denn 10.000 Euro der insgesamt 25.000 Euro Kosten übernahm die Sparkasse Lüneburg aus ihrer Förderinitiative, Das tut gut".

Die 20 Parcours gehen an 20 Grundschulen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg, dort werden die Lehrkräfte die Kinder beim Üben anleiten. Weitere Förderer des Projekts sind Hansestadt und Landkreis Lüneburg, Round Table Lüneburg und Holz Herbst. Die Wippen stammen aus der Tischlerei der Loewe-Stiftung in Ochtmissen. lz

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