Samstag , 3. Dezember 2022
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Dieser Käfig mitsamt Inhalt wurde am Dienstagnachmittag am Sande aufgestellt. (Foto: t&w)
Dieser Käfig mitsamt Inhalt wurde am Dienstagnachmittag am Sande aufgestellt. (Foto: t&w)

Käfig als Protest gegen den Kohleabbau

Die Klimakonferenz im ägypischen Scharm El-Scheich neigt sich dem Ende zu. Herausgekommen ist dabei noch nichts Bahnbrechendes. Grund genug für Klima-Aktivisten, Zeichen zu setzen. Eins davon tauchte am Dienstagnachmittag direkt am Platz am Sande auf. Mit der Klimakonferenz selbst hat es aber wohl nichts zu tun. 

Lüneburg. Wer in den letzten Tagen über den Sande schlenderte und dabei womöglich unbedacht auf sein Handy starrte, könnte auf gewohntem Wege schnurstracks in einen Fangzaun gelaufen sein. Mitten auf dem Gehsteig hatten Personen am vergangenen Samstag einen Käfig aus Holz und Draht aufgestellt. Darin: Schwarze Kohle, verbranntes Papier und ein großes, gelbes "X" aus Holz. Doch so sah das Gebilde nicht immer aus, wie die Verantwortlichen von Fridays for Future Lüneburg mitteilen. In der Nacht zu Dienstag sei der Käfig angezündet worden, berichten sie.

Wer den Hinweisen auf dem Holzgrüst folgt und den dortigen QR-Code einscannt, stößt im Internet auf den Hashtag #makedamagevisible. Hinter diesem Namen steckt ein Aktionsbündnis zu Klima- und Umweltschutz. Obwohl die Gruppe nach eigenen Angaben in Marburg sitzt, finden sich auf ihrer Instagram-Seite viele Bilder von Käfig-Aktionen in anderen Städten, darunter eben auch in Lüneburg. Die Initiatoren möchten mit der Aktion auf die Zerstörung des Dorfes Lützerath hinweisen. Unter dem Ort in Nordrhein-Westfalen will RWE Kohle fördern. Wie lange der Käfig auf dem Platz am Sande stehen soll, ist nicht bekannt. mco

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