Sonntag , 4. Dezember 2022
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Vor rund 50 Mitgliedern und Gästen fand im Lüneburger Wasserwerk die Gründungsversammlung des neuen Vereins Wasserforum Region Lüneburg statt. Dabei wurde auch ein zehnköpfiger Vorstand gewählt.
Vor rund 50 Mitgliedern und Gästen fand im Lüneburger Wasserwerk die Gründungsversammlung des neuen Vereins Wasserforum Region Lüneburg statt. Dabei wurde auch ein zehnköpfiger Vorstand gewählt. (Foto: be)

Wasserforum will Ideenschmiede sein

Wasser ist unsere kostbarste Ressource. Sie muss für uns und kommende Generationen bewahrt werden. Antworten auf die Frage wie will auch der neue Verein Wasserforum liefern.

Lüneburg. Die Herausforderungen sind gigantisch: Klimawandel, Artenschwund und dann noch das Ringen um die kostbarste Ressource – das Wasser. Lüneburg will diese Herausforderungen nun auch mit einer neuen Schmiede für Ideen und Netzwerke angehen: Das Wasserforum Region Lüneburg ist am Mittwoch formal gegründet worden – samt erster konstituierender Sitzung.

Mitglieder aus Verwaltung, Industrie und Landwirtschaft

Der Verein hat jetzt schon 28 Mitglieder – aus allen Bereichen von Industrie über Landwirtschaft bis hin zur Verwaltung. „Diese Mischung führt dazu, dass wir interessante Projekte entwickeln können“, ist Thomas Meyer, Geschäftsführer des Versorgers Avacon Wasser und treibende Kraft bei der Gründung des Vereins, überzeugt. Es gehe nur zusammen, nur mit einem großen Netzwerk. „Ich habe das Gefühl, dass es alle ernst meinen“.

„Beim Thema Wasser sitzen wir alle in einem Boot“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Sie übernimmt zusammen mit Landrat Jens Böther die Schirmherrschaft über den Verein. Die wertvollste Ressource müsse geschützt werden. Der Klimawandel zeige, dass man jetzt handeln müsse, betont Kalisch. Dabei gehe es ums Wassersparen und um das Konzept Schwammstadt, bei dem unter anderem Regenwasser gespeichert wird.

 

„Wir müssen Leitplanken setzen, um Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.“

Thomas Meyer, Geschäftsführer Avacon Wasser

 

Auch Böther stellt die „herausragende Bedeutung des Wassers“ heraus – und findet es „großartig“, dass Industrie, Landwirtschaft, Versorger und Kommunen dabei sind. Er hoffe auf spannende Diskurse auf dem Weg zu gemeinsamen Lösungen: „Wir reden viel, aber wir müssen auch viel tun. Im Wasserforum sind Macher dabei“, sagt der Landrat.

Fassbare Projekte und Transparenz

Meyer umreißt einige Aufgaben des Vereins: „Wir müssen Leitplanken setzen, um Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.“ Der Verein sollte sich fassbare Projekte vornehmen, die realistisch sind und umgesetzt werden können. Über die Plattform „Lüneburg macht mit“ soll mehr für Trinkwasser geworben werden. In keiner Region, in der Avacon Wasser Versorger ist, seien die Menschen schon so für das Thema Wasser sensibilisiert wie hier in Lüneburg. Das sei auch ein Verdienst der Bürgerinitiative „Unser Wasser“, lobt Meyer. Wichtig sei zudem Transparenz. All das soll im Verein und im Vorstand als selbstverständlich etabliert werden.

Zehn Mitglieder

Der einstimmig gewählte Vorstand des Vereins hat zehn Mitglieder: Thomas Mitschke (Nabu), Marianne Temmesfeld (Sprecherin der BI „Unser Wasser“), Volker Schulz (Leiter Fachbereich Umwelt, Stadt) Stefan Bartscht (Leiter Fachbereich Umwelt, Landkreis), Boris Erb (Bauernverband Nordostniedersachsen), Thomas Maack (Adendorfer Bürgermeister), Lars Strehse (AGL-Chef) Wolf von Nordheim (Ratsmitglied), Uwe Paschke (Geschäftsführer WBV Elbmarsch) und Thomas Meyer (Avacon Wasser). Zum Vorsitzenden wurde Thomas Meyer gewählt, 1. Stellvertreter ist Stefan Bartscht, 2. Stellverteter Thomas Maack. Schatzmeister wurde Wolf von Nordheim, Schriftführer Uwe Paschke.

Meyer bedankt sich für die Wahl und will keine Zeit verlieren: Die erste Sitzung des Vereins soll noch im Dezember oder Januar stattfinden. „Da legen wir dann gleich das Programm für 2023 fest.“

Von Werner Kolbe

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