Sonntag , 4. Dezember 2022
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Beamte des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen.
Beamte des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen überwältigten den alkoholisierten 37-Jährigen in seiner Wohnung. (Symbolfoto: A/be)

Nachbarn bedroht: SEK-Einsatz in Lüneburg

Bereits in der Vergangenheit fiel der 37-Jährige durch aggressives Verhalten auf. In der Nacht zu Freitag bedrohte er seinen Nachbarn mit einer vermeintlichen Schrotflinte.

Lüneburg. Spezialkräfte der Polizei waren in der Nacht zu Freitag im Einsatz in der Lüneburger Weststadt. Laut Polizeisprecherin Julia Westerhoff bedrohte ein 37 Jahre alter Bewohner eines Mehrfamilienhauses einen Nachbarn gegen 3.30 Uhr mit einer vermeintlichen Schrotflinte. Nach ersten Polizei-Erkenntnissen klingelte der Nachbar bei dem 37-Jährigen, um sich über eine Ruhestörung durch zu laute Musik zu beschweren. Dieser wurde daraufhin durch den Verursacher mit einer Waffe bedroht. Der Nachbar flüchtete zurück in seine Wohnung und alarmierte die Polizei. Darauf reagierte der Verursacher nicht: Er verweigerte jegliche Kommunikation.

Da zu vermuten war, dass er eine Schusswaffe haben könnte, sperrten Einsatzkräfte den Bereich ab und Spezialkräfte (u.a. SEK und Verhandlungsgruppe) wurden angefordert. Beamte des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen überwältigten den alkoholisierten 37-Jährigen in seiner Wohnung. Er blieb unverletzt und wurde für eine Blutentnahme zur Polizeidienststelle verbracht.

Ermittlungen dauern an

In der Wohnung wurden zwei Anscheinswaffen aufgefunden, unter anderem eine echt aussehende Schrotflinte.

Bereits in der Vergangenheit fiel der Mann durch aggressives Verhalten auf. Die Ermittlungen wegen der Bedrohung dauern an. lz