Montag , 5. Dezember 2022
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Mit Minustemperaturen und Schnee kehrt auch der Winterdienst zurück auf die Straßen. (Foto: t&w)

Der erste Frost: Wie für sichere Straßen im Winter gesorgt wird

Das erste kalte Wochenende in diesem Winter steht an und am Freitag hat auch die Saison für die Streu- und Räumdienste begonnen. Täglich wirft nun ein Team des Betriebs Straßenbau- und unterhaltung einen Blick auf die Wetterprognosen.

Lüneburg. Die Temperaturen lagen unter dem Gefrierpunkt und es fiel Schnee. Damit kehrt beim Betrieb Straßenbau und -unterhaltung (SBU) eine jährlich wiederkehrende Aufgabe auf die Tagesordnung. Gemeinsam mit seinem Team wirft Jörg Neben täglich einen genauen Blick auf die Wetterprognosen.

Denn der erste Frost auf den Kreisstraßen läutet parallel die Saison für den Winterdienst ein. Auf insgesamt rund 380 Straßenkilometern sorgen die Mitarbeitenden des SBU dafür, dass die Strecken in den Morgenstunden eisfrei und sicher für den Verkehr bleiben.

Zwischen 2009 und 2010 Extremwinter in der Region

„Heute Morgen sind wir mit den Streufahrzeugen rausgefahren“, erläutert Jörg Neben die Lage. Seit 14 Jahren ist er als Einsatzleiter für die Koordinierung des Winterdienstes zuständig. In den vergangenen zwei Wintern gab es verhältnismäßig wenig zu tun. „Die letzte Saison war eher unterdurchschnittlich, was die Einsätze anging." Was in diesem Jahr passieren wird, bleibt noch abzuwarten. "Einen Winter kann man nicht wirklich vorhersagen“, betont der Einsatzleiter.

„Mal tritt er früher, mal später ein. In einem Jahr haben wir starken Schneefall, im anderen bleibt es eher mild.“ Zwischen 2009 und 2010 wütete etwa ein Extremwinter in der Region. Mehr als 80 Einsätze verzeichnete der SBU damals. Andere Winter waren deutlich gnädiger. Teilweise mussten die Streufahrzeuge weniger als 30 Mal ausrücken. Im letzten Winter waren es beispielsweise lediglich 18 Einsätze.

Ein zusätzlicher Wagen ist im Amt Neuhaus geparkt

So oder so: Die Mannschaft von Neben ist für den Ernstfall gewappnet. Der 2020 eröffnete Betriebshof in Scharnebeck hat seine ersten beiden Wintersaisons gut überstanden. Sechs Streufahrzeuge können von hier aus bei Schnee und Eis mobilisiert werden – ein zusätzlicher Wagen ist im Amt Neuhaus geparkt.

Für die 180 Kilometer Radweg stehen zwei Kleinfahrzeuge bereit. Ab dem 15. November laufen die Kontrollen auf den Straßen regulär an. Dann prüfen Mitarbeitende des SBU bereits morgens um halb vier die Fahrbahnen auf Frost. Besonders die Strecken, die bedeutend für den Berufsverkehr sind, nehmen die Kontrolleure genau unter die Lupe – ebenso die Bereiche rund um die Schulen.

Gestreut wird ein Gemisch aus Trockensalz und Sole. Die dafür vorgesehene Halle ist aktuell mit rund 2000 Tonnen Salz komplett gefüllt. „Erfahrungsgemäß wird das für die gesamte Saison ausreichen“, versichert Neben. lz

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