Montag , 5. Dezember 2022
Anzeige
Besucher und Schausteller freuen sich nach zwei Jahren Pause auf den Christmarkt an der Michaeliskirche.
Besucher und Schausteller freuen sich nach zwei Jahren Pause auf den Christmarkt an der Michaeliskirche. (Foto: privat)

Christmarkt in der Altstadt: So lebten Menschen in früheren Zeiten

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause wird es am Sonnabend, 3. Dezember (12 bis 19 Uhr), und Sonntag, 4. Dezember (11 bis 17 Uhr) rund um die St. Michaeliskirche wieder nach Esskastanien, Bienenwachskerzen und Holzkohleöfen duften. Fackeln und Kerzen erhellen nach Einbruch der Dunkelheit die weihnachtliche Szenerie.

Lüneburg. Allerorts soll Energie gespart werden. Für den traditionellen Christmarkt des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt ist das kein Problem, denn die Veranstaltung entführt ihre Besucher in die Zeit der Renaissance und vermittelt weihnachtliche Vorfreude ohne Lichterflut und Klangkommerz. Ausschließlich Kerzen und Fackeln erhellen nach Einbruch der Dunkelheit die weihnachtliche Szenerie.

Esskastanien, Bienenwachskerzen und Holzkohleöfen

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause wird es am Sonnabend, 3. Dezember (12 bis 19 Uhr), und Sonntag, 4. Dezember (11 bis 17 Uhr) rund um die St. Michaeliskirche wieder nach Esskastanien, Bienenwachskerzen und Holzkohleöfen duften, während Bauern, Handwerker und Händler durch die Straßen flanieren oder in ihren Holzbuden Ware feilbieten, die bis in das 16. Jahrhundert gebräuchlich war.

Der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA), der sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Lüneburger Altstadt einsetzt und diesen Markt ehrenamtlich organisiert, möchte in diesem Rahmen das Leben der Menschen in früheren Zeiten aufzeigen. Die Stände aus leinwandbespannten Rundholzgestellen bilden schmale Budengassen und vermitteln auf diese Weise den Eindruck der typischen Enge des 16. Jahrhunderts.

Schneidbretter, Kerzen, Suppe und Salben

Und das Angebot ist groß: Web- und Töpferwaren, Schmuck, Seifen oder handgefertigte Schneidbretter, Kerzen, Suppe, Salben und vieles mehr können auf dem Christmarkt vor der Kulisse der mächtigen, mittelalterlichen Kirche erworben werden.

Für Vegetarier und Veganer und alle anderen, die eine fleischlose Alternative suchen, gibt es erstmals in diesem Jahr die so genannten „Heuerlinge“, vegane Bratlinge, die auch ein bisschen der Tatsache Rechnung tragen, dass Gemüse und Getreidegerichte im Mittelalter und der frühen Neuzeit die alltägliche Kost waren und Fleischgerichte zumeist eher den höheren Gesellschaftsschichten vorbehalten blieben.

Restaurierung einer historischen Haustür

Der Erlös aller ALA-Stände sowie die Eintrittsspenden sollen in diesem Jahr für die Restaurierung einer historischen Haustür und weiterer Tischlerarbeiten für das Haus Auf der Altstadt 46 genutzt werden. Weitere Informationen finden Interessierte im Netz unter: www.historischer-christmarkt.de oder www.facebook.com/historischer-christmarkt. lz

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.