Samstag , 3. Dezember 2022
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Das Team um Falko Gardlo, Lea Dietrichs, Ralf Elfers, Antje Blumenbach und Thomas Laukat (v.l.) hat 111 Lüneburger Händler von ihrer neuen Idee überzeugt. (Foto: be)
Das Team um Falko Gardlo, Lea Dietrichs, Ralf Elfers, Antje Blumenbach und Thomas Laukat (v.l.) hat 111 Lüneburger Händler von ihrer neuen Idee überzeugt. (Foto: be)

Lüneburger Händler bieten Best statt Black Friday

Das Motto lautet: "Zusammen für unsere Stadt." 111 inhabergeführte Geschäfte zeigen, dass der Black Friday auch lokal funktioniert. Was geplant ist am Lüneburger Best Friday.

Lüneburg. Eine solche Aktion hat es in Lüneburg noch nicht gegeben: 111 inhabergeführte Geschäfte werden am Freitag, 25. November, ein Zeichen setzen und beweisen: Black Friday geht auch lokal. "Wir bieten den Best Friday", sagt Ralf Elfers und betont: "Die Resonanz auf unsere Idee ist einfach überwältigend."

Bunte und attraktive Idee

Eine Idee, die bunt und attraktiv ist: Alle teilnehmenden Händler werden an diesem "Best Friday" 20 Prozent Rabatt gewähren – auf Teile oder in manchen Fällen auch auf das gesamte Sortiment. Sie haben dazu vom Team um Elfers vergangene Woche einen Karton erhalten. Darin lagen nicht nur ein individualisiertes Poster mit der Ankündigung der Rabattaktion, sondern auch 30 – natürlich gelbe – Luftballons mit Draht und einer Anleitung, wie man die aufgepusteten Ballons zu einer Traube binden und über dem Eingang des Geschäftes platzieren kann. Als kleines Gimmick gab es noch schwarze Bonbons mit Zitronengeschmack dazu, die an Kunden verteilt werden können – gespendet von der Lüneburger Bonbon Manufaktur. All das hat das Team in vielen Stunden und ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Die Teilnahme an der Aktion ist kostenlos für die Lüneburger Händler, viele spendeten aber Geld für die Corona-Künstlerhilfe.

"Gelbe Leitern" hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt

Ralf Elfers und Thomas Laukat hatten bereits im Frühling 2021 mit ihrer Aktion "Gelbe Leitern" bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Viele Lüneburger Geschäfte hatten die Aktion damals unterstützt. So kam Geld für die Corona-Künstlerhilfe zusammen. Nun ist das Team um Elfers und Laukat größer geworden. Sein Sohn René ist ebenso dabei wie Antje Blumenbach, Lea Dietrichs und Falko Gardlo. Und hat sich größere Ziele gesetzt: "Wir möchten zeigen: Wir sind da, wir sind lokal, wir stehen zusammen", sagt Elfers. Das Motto der Aktion lautet denn auch: "Zusammen für unsere Stadt." Antje Blumenbach sagt, dass es "nicht nur um Umsatz geht. Wir wollen einfach zeigen, dass wir zusammenhalten und dass es schön ist, stationär zu shoppen“.

Zu lange hat jeder für sich und vor sich hingewerkelt

"Es tut sich etwas in der Stadt", hat Elfers registriert. Zu lange habe jeder für sich und vor sich hingewerkelt. Dabei sei ein gemeinsamer Auftritt zielführender. Elfers wünscht sich, dass noch viele Aktionen gemeinsam angegangen werden. Er werde jedenfalls nicht lockerlassen. Wer Elfers kennt, weiß, dass das ziemlich ernst gemeint ist.

Klar ist, dass das Interesse anderer Städte längst geweckt ist. "Wir hatten gerade Anfragen und Besuche unter anderem aus Lemgo, Norden und Stade. Die wollten vor Ort sehen, wie die Aktion hier läuft." Auch Kamerateams haben sich auf den Weg gemacht. Am Dienstag war SAT.1 da. Und die Deutsche Presse Agentur berichtete vorab von der "Best-Friday-Aktion".

Zeichen des Zusammenrückens

Elfers freut sich über die Zustimmung in Lüneburg. Und über weitere Zeichen des Zusammenrückens. "Wir durften am Montag jeweils sechs gelbe Leitern in die beiden großen Weihnachtsbäume vor dem Rathaus hängen." Die Stadtverwaltung habe das spontan erlaubt.

Am Freitag wird es dann noch gelber und "hoffentlich" voll in der Stadt. Auf die Frage, ob man die Aktion auch als Kampf gegen Online-Riesen und gegen den Leerstand in der Innenstadt sehen kann, antwortet Elfers: "Wichtig ist für mich, dass wir zusammenstehen – für unsere Stadt".

Weitere Informationen und eine Liste der teilnehmenden Händler ist auf der Homepage diegelbeleiter.de zu finden.

Von Werner Kolbe

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