Dienstag , 6. Dezember 2022
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Samtgemeindebürgermeisterin Kathrin Bockey steht vor dem Rathaus
Samtgemeindebürgermeisterin Kathrin Bockey zieht eine positive Bilanz über ihr erstes Jahr im Amt. (Foto: bau)

Bürgermeisterin Kathrin Bockey zieht nach zwölf Monaten Bilanz

Gut ein Jahr ist seit ihrer Wahl und ihrem Amtsantritt vorbei. Kathrin Bockey, Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elbmarsch, zieht eine positive Bilanz über ihr erstes Jahr im Amt. So bezeichnet sie die Zusammenarbeit mit der örtlichen Politik:

Marschacht. Kurz abschalten, den Kopf frei bekommen. In diesem Fall schnappt sich Kathrin Bockey regelmäßig in ihrer Mittagspause ihren achtjährigen Australien-Shepherd-Rüden Spencer zum Gassi-Gang durch die hinter dem Marschachter Rathaus verlaufenden Wiesen. „Das tut einfach gut“, sagt die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elbmarsch. „Hier lässt es sich sehr gut nachdenken“, sagt sie lachend.

Gut ein Jahr ist seit ihrer Wahl und ihrem Amtsantritt vorbei. Ihre Entscheidung, nicht mehr als SPD-Abgeordnete im schleswig-holsteinischen Landtag in Kiel tätig sein zu wollen, sondern in ihrer Heimat in der Elbmarsch als Samtgemeindebürgermeisterin zu arbeiten, ist für sie rückblickend „zu 100 Prozent die richtige Entscheidung gewesen“. Denn hier könnten sie und ihre Verwaltungsmannschaft im Zusammenspiel mit der Kommunalpolitik direkt und nahbar viel zum Wohle von Jung und Alt bewegen. „Das ist und bleibt mein Antrieb.“

Ein Gewinn für alle

Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Politik bezeichnet sie – trotz vieler Herausforderungen durch die aktuellen Krisen im Kommunalbereich – als „gut und vertrauensvoll“. Gefreut hat sie sich über die politische Entscheidung des Samtgemeinderates, im Neubaukomplex des Deichhauses nicht nur den Jugendtreff unterzubringen, sondern auch die Samtgemeindebücherei und den Seniorenbeirat. „Dieser geänderte Beschluss ist ein Gewinn für alle“, sagt sie.

Einer ihrer persönlichen Höhepunkte war im Juli der Tag der offenen Tür im Rathaus anlässlich der 50-Jahr-Feierlichkeiten der Samtgemeinde mit mehr als 500 Besuchern und „einer in heutiger Zeit häufig vermissten Leichtigkeit“.

Wochenlange Sperrung der Elbbrücke

Ein Schwerpunkt seit ihrem Amtsantritt ist die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung über verschiedene mediale Kanäle. „Es lohnt sich, die Bürger zu informieren, für Transparenz zu sorgen und sie dadurch mitzunehmen“, sagt die 54-Jährige zufrieden. Als Beispiel führt sie die Informationskampagne zur wochenlangen Sperrung der Elbbrücke im Sommer an. „Dadurch hatten wir trotz der schwierigen Verkehrssituation eine entspannte Lage.“

Allerdings erlebte sie auch die Kehrseite der Sozialen Medien. So wurde über den Nachrichtendienst Whatsapp das Gerücht verbreitet, sie wolle in der Grundschule Drennhausen afrikanische und arabischstämmige Flüchtlinge unterbringen. „Da wurde böswillig Stimmung gemacht, und Ängste wurden geschürt“, sagt Kathrin Bockey. Die Behauptung führte sogar zu einer Demonstration vor dem Rathaus in Marschacht mit mehr als 50 Teilnehmern. „Die aufgebrachte Stimmung konnte ich beruhigen, aber gemütlich geht anders!“

Große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung

Eine große Herausforderung, auch vor dem Hintergrund der Aufnahme von weiteren ukrainischen Flüchtlingen durch den Krieg, stelle für ihre Kommune die Unterbringung dieser Menschen dar. Dass es bisher gelungen sei, diese in der Elbmarsch angekommenen Flüchtlinge dezentral unter zu bekommen, hebt sie ausdrücklich positiv hervor. Dies sei der großen Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung zu verdanken und der unermüdlichen Koordinierungsarbeit ihrer Mitarbeiter. „Vom Hausmeister bis zur Bauingenieurin sind alle hoch engagiert bei der Sache.“

Von Marcel Baukloh

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