Montag , 5. Dezember 2022
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Das Team hinter „Mitgeschnackt!“: Katja Hansen, Simon Schröder, Anna Hoffmann und Lilly von Consbruch (v.l.n.r.).

Digitale Leserredaktion folgt auf analogen Leserbeirat

Seit einem Monat unterstützen die Mitglieder der Leserredaktion „Mitgeschnackt!“ die LZ mit Hinweisen und Feedback und helfen so dabei, den Lokaljournalismus für Lüneburg noch relevanter zu machen

Lüneburg. Wenn LZ-Redakteurin Lilly von Consbruch am Morgen eine Nachricht in den Chat der LZ-Leserredaktion „Mitgeschnackt!“ schreibt, dauert es oft nur wenige Augenblicke, bis die ersten Antworten einlaufen. „Ab heute gibt es das 9 Euro Ticket, schon Bus oder Bahn gefahren?“ oder „Wie werden die steigenden Lebensmittel-Preise in eurem Bekanntenkreis diskutiert?“ lauteten dort zwei Fragen der vergangenen Tage. Oft melden sich die Mitglieder der Leserredaktion aber auch von selbst, üben Kritik, äußern Wünsche zu aktuellen Themen oder teilen Beobachtungen aus ihrem Umfeld.

50 Bürgerinnen und Bürger bilden die Leserredaktion

Seit Mai stehen fünfzig Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis auf diese Weise mehrmals pro Woche mit der Redaktion der Landeszeitung in Kontakt, unkompliziert und niedrigschwellig über einen Messenger-Dienst auf ihrem Handy. Sie sind Altenpfleger, Landschaftsgärtner oder Jurist, das jüngste Mitglied ist 14 Jahre alt, das älteste über 60. Gemeinsam bilden sie die LZ-Leserredaktion „Mitgeschnackt!“.

Mit ihnen hebt die LZ den Kontakt zu Leserinnen und Lesern auf ein neues Level. „In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Redaktion regelmäßig mit unserem Leserbeirat ausgetauscht, dem wir noch einmal herzlich für sein Engagement in dieser Zeit danken möchten“, so Katja Hansen, Mitglied der Redaktionsleitung. Der Kontakt mit der etwa 15-köpfigen Gruppe fand überwiegend in Präsenz oder per Email statt und lieferte viele wertvolle Diskurse.

„Mit der neuen Leserredaktion erweitern wir den Kreis von Leserinnen und Lesern, die mit uns in direktem Austausch stehen und uns Feedback und Impulse geben. Das ist für uns unheimlich wertvoll, denn nur durch konstruktive Kritik können wir immer besser werden“, sagt Hansen.

Tool ermöglicht Kontakt mit 50 Teilnehmern gleichzeitig

Das Tool „100eyes“ der Lüneburger Innovations-Agentur tactile.news, mit dem die LZ bereits 2021 bei dem Projekt „Wir sind die Neuen“ Erfahrungen gesammelt hat, ermöglicht der Redaktion, die große Zahl an digitalen Kontakten gleichzeitig zu managen. Geht es um aktuelle Themen, ist der Zeitfaktor in der Redaktionsarbeit oft ein wichtiger. Und dennoch: Wer auf eine Frage gerade nicht antworten kann oder möchte, muss das nicht tun. Nur wer etwas beizutragen hat, meldet sich zu Wort.

„So wie der Austausch jetzt läuft, schnell und unkompliziert, das gefällt mir!“, sagt Teilnehmerin Nicole Rathje. Wie viele andere Mitglieder möchte sie mit ihrer Meinung die Redaktionsarbeit der LZ unterstützen.

„Gerade in diesen Zeiten von Fake News und Spaltung der Gesellschaft etc. finde ich es gut, dass es gute Lokalzeitungen gibt, und will als Teil der Leserredaktion zu ihrer Qualität und Relevanz beitragen“, beschreibt Suzana Lange ihre Motivation. „Die LZ war für mich seit meinem Umzug nach Lüneburg ein Integrationshelfer und Orientierungsgeber. Insofern habe ich Interesse daran, dass sich dort auch Themen wiederfinden, die meinen Bedarf decken.“ In den vergangenen Wochen haben so bereits verschiedenste Hinweise der Mitgeschnackt!-Mitglieder zu LZ-Recherchen beigetragen.

Aber auch für Feedback anderer Leserinnen und Leser ist die LZ-Redaktion natürlich jederzeit dankbar. Sie erreichen uns wie üblich über unsere Social Media-Kanäle, per Post oder Email. Wer mit dem Mitgeschnackt!-Team in Kontakt treten möchte, kann dies per Email an dialog@landeszeitung.de tun. lz

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