Homeschooling
Seit einem Jahr können Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen nur selten in die Schule, müssen zu Hause unterrichtet werden. (Foto: Adobe Stock)

Bilanz: Ein Jahr Homeschooling

Lüneburg. Seit dem 16. März 2020 sind die Schulen in Niedersachsen mehr geschlossen als geöffnet gewesen. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutete das die neue Erfahrung „Homeschooling“. Wie fällt die Bilanz nach nunmehr einem Jahr aus? Unter dem Motto „Ein Jahr Schulschließung“ haben die Kreisschülerräte der Region eine Online-Umfrage dazu gemacht – mit überschaubarer Resonanz.

Teilgenommen haben 40 Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Schulformen von Hauptschule bis Gymnasium, von Lüneburg bis Cuxhaven. Sie konnten von ihren Erfahrungen mit dem Distanzlernen berichten. Was läuft gut? Wo ist Verbesserungsbedarf? Das Ergebnis ist eine Collage mit Zitaten, die der Kreisschülerrat Harburg als Koordinator der Aktion zusammengestellt hat. Die Meinungen der Schüler bewegen sich zwischen „Bei mir läuft der Onlineunterricht gar nicht gut und ich lerne genau nichts“ bis „Der Stresspegel sank erheblich“. Während einige total zufrieden mit dem selbständigen Lernen seien, äußerten andere ihre Überforderung mit vielen Aufgaben und wenig Erklärungen.

Oft bemängelt wurden technische Probleme, die den digitalen Unterricht stark einschränken würden. Der Regionalkoordinator der Kreisschülerräte des Bezirk Lüneburg, Jan Eggers, fasst zusammen: „Wir sind erst einmal positiv überrascht, dass viele das Homeschooling an sich gut finden, da man so mehr über seine Zeit selbst verfügen kann. Gleichzeitig wurde natürlich deutlich, dass in technischer Hinsicht Nachbesserungsbedarf besteht.“ Dies sei auch der Grund, warum die Collage nun an das Kultusministerium Niedersachsens und an Politiker geschickt werde. Die Schüler wollen damit erreichen, dass zum Beispiel Serverkapazitäten an den Schulen aufgestockt werden, da diese häufig Störungen hätten und deshalb nicht erreichbar seien. alg