Donnerstag , 1. Dezember 2022
Anzeige
David Heck (vorn), hier gegen den Barskamper Christoph Bagunk, geht als Kapitän immer vorne weg, gibt nie einen Ball verloren. (Foto: t&w)

Doch noch mal durch die Vorbereitung quälen?

In der Serie "Kapitäne der Kreisliga": David Heck vom TSV Mechtersen/Vögelsen lässt das Ende seiner Karriere noch offen

Mechtersen. Ein halbes Jahr in der Fußball-Jugend des 1. FC Köln am Ball, Probetraining bei Bayer Leverkusen, später Landesliga bei der Lüneburger SV unter Ex-Profi Ralf Sievers. Über die Stationen Adendorf und Ilmenau landete David Heck schließlich beim TSV Mechtersen/Vögelsen, um nach der Geburt seines Sohnes kürzerzutreten.

Über die Karriere des frisch gebackenen 38-Jährigen lässt sich eine Menge erzählen. In Vögelsen wurde Heck nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung schnell zum Kapitän. „Im ersten Jahr musste ich mich erst akklimatisieren. In der Saison darauf wurde ich dann einstimmig gewählt“, erinnert sich Heck.

Auch ohne Binde zählt Heck zu den Spielern, die auf dem Feld viel kommunizieren. „In der Regel bin ich immer positiv. Vielleicht kommt auch mal etwas Negatives, aber ich pushe meine Mitspieler immer“, so der Kapitän.

Eigentlich wollte der 38-Jährige seine Karriere im Herrenfußball nach dieser Spielzeit beenden und sich in die Alte Herren zurückziehen. Die Saisonunterbrechung lässt ihn jedoch grübeln: „Ich werde darüber noch einmal mit meiner Familie sprechen. Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung, ob ich mich noch einmal durch eine Vorbereitung quälen möchte“, meint Heck und lacht.

Das Knie hält wieder

In den letzten Jahren haben ihm seine Trainer regelmäßig freigestellt, sich Pausen vom Trainings- oder Spielbetrieb zu nehmen. Dieses Angebot hat der Kapitän aber immer ausgeschlagen: „Ich bin einfach sehr gerne mit den Jungs zusammen, sei es auf dem Feld oder in der Kabine.“

Dafür gönnt sich der Kapitän diese Pause nun in der Saisonunterbrechung. „Ich habe meine Knieprobleme auskuriert. Vor ein paar Wochen habe ich mit dem Lauftraining begonnen, mehr ist noch nicht drin“, so Heck.

An die vergangenen Jahre im TSV-Trikot erinnert sich der Mittelfeldspieler gerne zurück. In seiner Auftaktsaison landeten die Mechtersener direkt im Kreispokalfinale: „Es ist super losgegangen. Und das Jahr war erfolgreich. Wir mussten uns in dem Finale aber leider im Elfmeterschießen geschlagen geben.“ Das Elfmeterschießen in Artlenburg gegen den Vastorfer SK zog sich damals bis zum letzten Feldspieler als Schützen und endete mit 9:10.

Der Erfolg setzte sich mit dem überraschenden Einzug in die 2018 fusionierte Heide-Wendland-Liga fort. „Damit hatte damals niemand gerechnet. Wir waren teilweise nur 13 Mann bei den Spielen und mussten sieben unserer acht letzten Partien gewinnen, um uns zu qualifizieren“, so Heck. Das taten sie und stehen in dieser Saison auf Platz sechs mit nur drei Punkten Rückstand auf Rang drei, der noch zum Aufstieg berechtigt. Wenn es denn ein reguläres Ende der Saison gibt...

Von Florian Langanke

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.