Sonntag , 4. Dezember 2022
Anzeige
Cheftrainer Andris Bartkevics bleibt beim Adendorfer EC an Bord. Foto: be
Cheftrainer Andris Bartkevics bleibt beim Adendorfer EC an Bord. Foto: be

AEC schlägt Pflöcke für die Zukunft ein

Wie geht es weiter bei Eishockey-Regionalligist Adendorfer EC? Trotz aller Krisen planen die Verantwortlichen um Geschäftsführer Finn Sonntag die Zukunft. Jetzt haben sich wichtige Personalien in Bezug auf die sportliche Leitung geklärt. Auch darüber hinaus gehen die Planungen voran.

Adendorf. Seit zwei Jahren geht bei Eishockey-Regionalligist Adendorfer EC sportlich nichts. Defekt in der Eishalle, dann Corona – das hätte für den oder anderen Verein sicher ausgereicht, um aufzugeben. Nicht aber für den AEC. Mit viel Energie und Optimismus kämpfen sich die Adendorfer durch die Krise(n). Jetzt planen sie eine – hoffentlich – halbwegs normale Saison 2021/2022. Im Zuge dessen haben sich jetzt der Verein und das Trainerduo Andris Bartkevics und Falko Kucharek auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis zum 30. September 2022 geeinigt.

Das Signal, das davon ausgehen soll ist klar: Der AEC lebt. „Auf dieser wichtigen Position schnell Klarheit zu schaffen, war uns sehr wichtig“, sagt der sportliche Leiter des Vereins, Finn Sonntag, „wir freuen uns, dass wir da für Kontinutität sorgen können.“

Auch für Cheftrainer Bartkevics war es keine Frage, seinen Kontrakt zu verlängern. „Ich habe ja noch gar nicht richtig beginnen können“, sagt der Lette, „da kann man sich doch nicht so einfach aus dem Staub machen. Ich hatte hier viel vor und ich habe hier immer noch viel vor.“

Trainer will sich nicht einfach aus dem Staub machen

Das Umfeld, die Zusammenarbeit mit Finn Sonntag sowie Falko Kucharek und natürlich der Mannschaft haben ihm in der Saisonvorbereitung sehr gut gefallen. „Wir hatten eine gute Vorbereitung mit Spielen gegen Oberligisten“, sagt Bartkevics. Seine Eindrücke von der Mannschaft zu diesem Zeitpunkt: „Die Jungs haben super und fleißig gearbeitet, meine Vorgaben umgesetzt.“ Doch nach den Testspielen ging es wegen Corona nicht weiter.

Darauf hoffen nun alle im Umfeld des Adendorfer EC wenigstens ab Herbst. „Ich sehne mich einfach nur nach Normalität“, sagt Sonntag, „einfach ein ganz normaler Ablauf bei einem Eishockey-Spiel in unserer Eishalle. Das wäre zu schön.“ Ob das selbst im Herbst, zum Beispiel bei einem potenziellen Saisonstart im Oktober, schon wieder möglich sein wird, muss man eher skeptisch sehen.

Das weiß auch der AEC-Geschäftsführer. Er rechnet nicht vor der zweiten Saisonhälfte mit einem Spielbetrieb ohne Einschränkungen: „Zuvor werden wir sicher mit Zuschauerbeschränkungen leben müssen. Aber Hauptsache, es geht mal wieder was.“

Auch in Sachen Kaderplanung ist der AEC nicht untätig. Alle ausländischen Spieler (Cole Sonstebo, Brendan Schaber, Michael und Allan Pruss, Vladimir Port) haben signalisiert, in Adendorf spielen zu wollen. „Das ist sehr erfreulich und darauf können wir aufbauen“, sagt Sonntag. Allerdings ist er lange genug im Geschäft, um zu wissen: Bekommt einer von den genannten Akteuren ein wesentlich besseres Angebot, kann die Absichtserklärung hinfällig sein. Zur Eile hinsichtlich schneller Vertragsabschlüsse sieht er sich aber nicht getrieben: „Das wäre auch gefährlich. Wir müssen weiter die Entwicklung abwarten.“

Sollte der Kader aus der geplanten Saison 2020/2021 tatsächlich zusammen bleiben, will die sportliche Leitung aber noch über punktuelle Ergänzungen nachdenken. Sonntag: „Wir wollen noch ein bisschen mehr in die Breite gehen, denken da vor allem an junge Spieler.“

Von Matthias Sobottka

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.