Sonntag , 4. Dezember 2022
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Der Fußballplatz wurde 2020 beim TSV Gellersen für die Abnahme des Sportabzeichens zur Sprintstrecke: Hier nahm Jutta Gedrath die Zeiten für Ben Luca (links) und Luuk. Foto: t&w
Der Fußballplatz wurde 2020 beim TSV Gellersen für die Abnahme des Sportabzeichens zur Sprintstrecke: Hier nahm Jutta Gedrath die Zeiten für Ben Luca (links) und Luuk. Foto: t&w

Top-Bilanz für den Kreissportbund Lüneburg

Auf dieses Ergebnis kann der Kreissportbund Lüneburg wirklich stolz sein. 2009 Aktive haben im vergangenen Jahr trotz der Pandemie die Bedingungen für das Sportabzeichen abgelegt. Damit ist Lüneburg der einzige KSB niedersachsenweit, der eine Steigerung gegenüber dem vorjahr erzielte. Die Sportabzeichen-Beauftragte Jutta Gedrath nennt die Gründe.

Lüneburg. Kreativität und Mut von Vereinen und Schulen in der Corona-Pandemie haben sich ausgezahlt: Trotz wochenlanger Zwangspausen für den Sport und strenger Hygiene-Maßnahmen, die es trotz Lockerungen gab, machten 2020 stolze 2009 Aktive in Stadt und Landkreis ihr Sportabzeichen. 2019 waren es 1983. „Damit haben wir uns als einziger Kreissportbund in Niedersachsen gegenüber den Vorjahren sogar gesteigert“, freut sich Jutta Gedrath, Sportabzeichen-Beauftragte beim KSB Lüneburg, der damit unter den Top 10 im Landessportbund landet.

In Zahlen: 1654 Kinder und Jugendliche, 779 Mädchen und 875 Jungen, schwitzten um Gold, Silber und Bronze. Bei den Erwachsenen waren es 355, davon 154 Frauen und 201 Männer. Insgesamt beteiligten sich 2020 elf Sportvereine, den Löwenanteil am überraschend guten Ergebnis aber haben die 14 Schulen, die mitmachten. Die Schülerinnen und Schüler aus Stadt und Landkreis brachten es auf insgesamt 1188 Sportabzeichen.

„Für die Schulen war es in dieser schwierigen Zeit ein Highlight, und sie waren froh, etwas Besonderes für ihre Schüler tun zu können und den von Regeln geprägten Alltag aufzulockern“, hat Jutta Gedrath beobachtet.

Schulen tragen Löwenanteil zu dem guten Ergebnis bei

Dabei war der Kreativität keine Grenzen gesetzt in einer Zeit, in der die Corona-Verordnung keinen Sportunterricht zuließ: Die Lüneburger Igelschule etwa verwandelte deshalb den Schulhof kurz vor den Sommerferien in einen Sportplatz, ließ in Kohorten Runden laufen, der feine Sand um das Klettergerüst wurde zur Weitsprung-Grube.

Auch die Sportvereine bastelten an Hygiene-Konzepten, um vor allem dem Nachwuchs mit dem Sportabzeichen Alternativen zum Hallensport anbieten zu können. So wie der TSV Gellersen, der seinen Turnkindern stattdessen die Disziplinen Laufen, Springen und Werfen draußen anbot und etwa den Fußballrasen auf dem Sportplatz in Kirchgellersen zur Sprintstrecke machte.

Zehn der teilnehmenden Schulen werden jetzt nachträglich belohnt: Ihr Engagement wird jeweils mit 50 Euro durch die Sparkassenstiftung bedacht. „Der KSB informiert die Schulen zeitnah und wird die Fördersumme überreichen. Auch für 2021 haben wir einen entsprechenden Antrag gestellt“, so Gedrath.

Abnahme unter strengen Auflagen möglich

Sie blickt motiviert ins neue Jahr und bietet wieder die Unterstützung des Kreissportbundes an, sei es für Planung oder Durchführung. Auch die Organisation von ganzen Schul-Sporttagen übernimmt die Sportabzeichen-Beauftragte, bringt Material und Helfer mit.

„Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass die Abnahme auch unter strengen Auflagen durchgeführt werden kann. Wir schauen gemeinsam, was möglich ist.“ Am Ende sei der Aufwand oft gering, das Ergebnis dafür unvergleichlich: „Die Kinder können endlich mal wieder ihren Bewegungsdrang gepaart mit dem Wettbewerbsgedanken ausleben, das tut allen gut.“ Interessierte melden sich bei Jutta Gedrath per Mail an: gedrath@kreissportbund-lueneburg.de

Von Kathrin Bensemann

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