Sonntag , 4. Dezember 2022
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Christopher Hehl hat seinen Job als Trainer an der Seitenlinie, wie hier auf der Hasenburg bei Eintracht Lüneburg, aufgegeben, bietet nun Fortbildungen an. (Foto; be)

Spielerisch zum Erfolg

Christopher Hehl, der ehemalige Trainer von Fußball-Landesligist SV Eintracht Lüneburg, bietet Übungsleitern und Spielern Hilfe im Trainingsalltag an

Lüneburg. Die Idee schwirrte ihm schon lange durch den Kopf, doch nun hat Christopher Hehl trotz der Corona-Krise Nägel mit Köpfen gemacht. Der 33-Jährige gründete sein eigenes kleines Unternehmen: „Spielerisch zum Erfolg“. Hehl spricht damit Fußball-Vereine, Trainer und Spieler an, damit diese seine Dienste in Anspruch nehmen. „Ich will helfen, unterstützen, neue Ideen bieten“, sagt der ehemalige Trainer von Eintracht Lüneburg, TSV Bardowick und dem MTV Treubund.

„Der Aufgabenbereich eines Trainers ist mittlerweile so groß, dass man das alleine gar nicht mehr schafft.“ Das habe er bei seinem letzten Verein, den Landesliga-Fußballern der Eintracht gemerkt. „Wenn wir die Gegneranalyse aus Zeitmangel in einer Woche mal nicht geschafft haben, hat man das sofort im Spiel gemerkt“, berichtet Hehl, der bis Februar 2020 für die Blau-Weißen an der Linie stand.

In der fußballfreien Zeit inklusive der vielen Corona-Lockdowns entstand die Idee, sein Wissen ganz offiziell anzubieten. „So etwas gibt es in und um Lüneburg nicht“, weiß Hehl, der dies allerdings nur nebenberuflich macht und weiter als Verwaltungsfachangestellter bei der Polizei in Lüneburg arbeitet. Er macht sein Hobby quasi zum Beruf, also zum Zweitjob.

Zumal Hehl weiter als NFV-Referent für die Traineraus- und fortbildung im Kreis Harburg zuständig ist – sich also bestens auskennt mit der Materie.

Zum Profil von „Spielerisch zum Erfolg“ gehören vier Bereiche, die Hehl anbietet:

1) Videoanalysen

Er arbeitet Spiele, die es per Video gibt, auf, sucht sich verschiedene Szenen aus, wo Verbesserungspotenzial besteht und bietet Lösungen an. In der Corona-Zeit ist dies nur online möglich, später soll dies natürlich mit der gesamten Mannschaft plus Trainerstab vor Ort passieren.

2) Trainerschulungen

Dies ist für Gruppen oder auch einzeln möglich. Wie kommuniziert man auf und neben dem Platz am besten? Welche Taktik ist wann die richtige? Wie reagiere ich auf Rückstände? Dies kann als einmalige Aktion oder auch regelmäßig angeboten werden. „Zwei Vereine haben sich schon bei mir gemeldet“, berichtet Hehl.

3) Einzelcoaching für Spieler oder Gruppen

Das geht von speziellen Trainingsinhalten bis zu Verbesserungsmöglichkeiten. „Es gibt ambitionierte Spieler, die sich außerhalb des Vereins noch verbessern wollen. Die könnten das brauchen“, glaubt Hehl.

4) Trainingseinheiten für Mannschaften

Die Themen können die Vereine vorgeben. So können dies besondere Trainingseinheiten sein, z. B. zum Thema Freistöße. „Ich habe in Bardowick mal einen Kickboxtrainer da gehabt oder einen Ex-Profi wie Ralph Gunesch“, so Hehl. „Das kam gut an.“

Grundsätzlich steht bei dem 33-Jährigen das Spielerische immer im Vordergrund. Deshalb kam es auch zu dem Namen. Stures Laufen ohne Ball oder Konditionsbolzen gab es bei Hehl nie – und gibt es auch bei „Spielerisch zum Erfolg" nicht. 90 Prozent eines Trainings kann man spielerisch machen. „Es gibt unendlich viele spielerische Elemente, mit denen ich seit Jahren arbeite.“

Das hat sich bewährt – und kann nun von Vereinen gebucht werden.

Kontakt zu Christopher Hehl und weitere Infos gibt es per Mail unter „Spielerischzumerfolg@gmail.com“ oder per Handy unter (0151) 61057315.

Von Ulrich Pott

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