Freitag , 2. Dezember 2022
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Tempogegenstöße gehören zu ihrer Stärke: Meret Ossenkopp trifft beim Buxtehuder SV derzeit, wie sie will. (Foto: Schlikis)

„Der schönste Anruf meines Lebens“

Meret Ossenkopp vom Handball-Bundesligisten Buxtehuder SV spielt bei der Nationalmannschaft vor – Morgen Derby gegen die Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten

Buxtehude. Nur ein Tor fehlt ihr noch, dann hat sie die 100 voll gemacht. Und das dürfte sie am Sonnabend im abschließenden Saisonspiel gegen die Luchse aus Buchholz-Rosengarten schaffen. Die gebürtige Lüneburgerin Meret Ossenkopp ist eine der großen Gewinnerinnen in dieser Saison beim Handball-Bundesligisten Buxtehuder SV. Und nun flatterte ihr noch die Krönung ins Haus. Die Linkshänderin ist von Bundestrainer Henk Groener für den nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft vom 30. Mai bis 4. Juni nominiert.

„Ich bin total überrascht und habe damit überhaupt nicht gerechnet“, sagt die Rechtsaußen. Freudestrahlend fügt sie an: „Ich glaube, der Anruf vom Bundestrainer war der schönste meines Lebens.“

Beim HV Lüneburg angefangen

Meret Ossenkopp erlernte das Handball spielen beim HV Lüneburg, wechselte dann ins Internat nach Magdeburg, spielte für TSV Burgdorf, ehe sie in der A-Jugend nach Buxtehude ging. Beim BSV wurde sie zweimal deutsche Meisterin mit der A-Jugend, ehe sie 2018 ein Jahr für Zweitligist HC Rödertal auflief. Seit Sommer 2020 ist sie wieder in Buxtehude und spielt gerade ihre erste Bundesliga-Saison.

„Wir haben einen etwas größeren Kader nominiert, um auch in der Breite weitere Erkenntnisse sammeln zu können“, erklärt Groener. Genau deshalb bekam die 22-Jährige die Einladung.

Im Blick stehen für Groener neben Eindrücken der klassischen Handballeinheiten auch Daten aus einer umfangreichen Leistungsdiagnostik. Zudem zählt die Fortsetzung der im März angepassten taktischen Ausrichtung und Aufarbeitung der Portugal-Spiele zum Programm. Groener: „Dabei geht es weniger um nächste Gegner wie Weißrussland in der EM-Qualifikation, sondern um unsere eigenen Grundlagen in Abwehr, Angriff und Gegenstoß.“

Meret Ossenkopp ist begeistert, Teil des Lehrgangs zu sein: „Ich freue mich über diese tolle Chance und bin sehr gespannt auf die neuen Erfahrungen.“ Die Lüneburgerin hat eben eine ganz starke Saison hinter sich, in der sie sich sofort auf Rechtsaußen durchsetzte und in 29 Partien 99 Tore warf. „Es ist eine schöne Belohnung für meine Saison und eine Anerkennung meiner Leistung“, so die 22-Jährige.

Kim Berndt bei Luchsen unverzichtbar

Am morgigen Sonnabend (18 Uhr) steht aber noch einmal das letzte Ligaspiel auf dem Programm. Und das letzte Heimspiel wird ein brisantes, denn mit dem Kooperationspartner aus Buchholz-Rosengarten kommt ein Team nach Buxtehude, welches mindestens einen Punkt braucht, um es noch auf den Relegationsplatz zu schaffen.

Die Luchse schlugen am Mittwoch im Nachholspiel Absteiger Mainz nach hartem Kampf mit 30:25 und sind punktgleich mit Göppingen (beide 16:42), doch Frisch Auf hat das deutlich bessere Torverhältnis. Göppingen sollte beim Zweiten und Pokalsieger Bietigheim kaum punkten können, sodass den Luchsen ein Remis reichen könnte.

Dafür müssen sich Kim Berndt, die am Mittwoch mit einem schönen Kempa-Trick für den Schlusspunkt sorgte, & Co. aber deutlich steigern.

Wie wichtig die gebürtige Lüneburgerin ist, zeigte sich gegen Mainz, als kurz vor Schluss ein Fünf-Tore-Vorsprung mehr und mehr zusammenschmolz. Da saß die so wichtige Mittelspielerin angeschlagen auf der Bank. Erst als sie wieder auf der Platte stand, kam Ruhe rein und der so wichtige Sieg wurde eingefahren.

Von Ulrich Pott

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