Sonntag , 25. September 2022
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Kim Berndt (beim Wurf) musste mit den Luchsen bis zur letzten Sekunde um den Klassenerhalt in Berlin zittern. (Foto: Felix Schlikis)

Trotz Rot für Kim Berndt jubeln am Ende nur die Luchse

Handball-Relegation der Frauen: Dramatischer 27:25-Sieg in Berlin reicht für den Klassenerhalt in der Bundesliga


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Handball-Relegation der Frauen: Dramatischer 27:25-Sieg in Berlin reicht für den Klassenerhalt in der Bundesliga

Lüneburg. Drama bis zur letzten Sekunde mit Happy End auf Seiten der Handball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten. Die Mannschaft um die gebürtige Lüneburgerin Kim Berndt blieb aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore in der Bundesliga. Sie gewann das zweite Relegationsspiel bei den Füchsen Berlin mit 27:25 (12:12). Im Hinspiel hatte sich der Zweitligist mit 24:22 durchgesetzt. Umjubelte Matchwinnerin war Kreisläuferin Evelyn Schulz, die die letzten beiden Tore für die Gäste warf.

Die Luchse kamen perfekt ins Spiel, standen hinten sicher und ließen den Füchsen das erste Tor erst nach zehn Minuten zu – auch das auch nur per Siebenmeter.

Bis dahin hatte die erneut starke Luchse-Torfrau Zoe Ludwig vier Bälle gehalten, zudem lief es im Rückraum bei Kim Berndt und Fatos Kücükyildiz deutlich besser als im Hinspiel. Über 6:1 schafften die Gäste nach 14 Minuten ein 7:3.

Doch danach hatten die Berlinerinnen ihre Anfangsnervosität abgelegt und arbeiteten sich Tor um Tor wieder heran (8:10/21., 10:11/25.). Vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit verloren die Luchse etwas das Wurfglück, vor allem die Außen Maj Nielsen und Melissa Luschnat trafen zu selten. So führte Berlin erstmals in Minute 28 mit 12:11.

Zur Pause ist alles offen

Und als auch Marleen Kadenbach nach drei sicher verwandelten Siebenmetern ihren vierten Versuch neben das Tor setzte (29.), schwante den Gästen auf der Bank Böses. Doch Melissa Luschnat schaffte ein paar Sekunden vor der Halbzeitsirene den Ausgleich zum 12:12 – die Hoffnung auf den Klassenverbleib blieb bestehen.

Doch drei Minuten nach der Pause schien der Bundesliga-Verbleib weit weg. Denn Berlin hatte drei schnelle Tore geworfen, zwei davon mit der überragenden Nina Müller, die Zoe Ludwig immer wieder tunnelte. Luchse-Coach Dubravko Prelcec nahm eine schnelle Auszeit. Die wirkte, denn nun waren auch die Buchholzerinnen wieder im Fluss. Vor allem Kreisläuferin Evelyn Schulz drehte richtig auf, auch die für die diesmal blasse Sarah Lamp gekommene Jessica Inacio belebte den Rückraum sichtbar. Nach 41 Minuten traf Kim Berndt zum 18:18, alles war wieder offen.

Aber zwei Minuten später musste die bis dato so starke Kim Berndt mit Rot vom Feld, sie hatte eine Berlinerin von hinten zu stark geschubst.

Die Luchse schien diese Schwächung nicht vom richtigen Weg abzubringen, die Spielerinnen fighteten um jeden Ball. Zehn Minuten vor Schluss lagen sie mit 24:20 vorn.

Evelyn Schulz sorgt für die entscheidenden Treffer

Doch die Gäste können wohl nicht ohne Drama. Fünf Minuten später stand es nur noch 25:23, es wogte jetzt hin und her. Prelcec ließ Müller kurz decken. Als Zoe Ludwig in Minute 58 einen Siebenmeter hielt, rastete die Luchse-Bank fast aus.

Als dann Evelyn Schulz eineinhalb Minuten vor Schluss zum 26:23 und vor allem 60 Sekunden später zum 27:24 traf, war die Messe gelesen. Müllers Treffer zum 27:25 ein paar Sekunden vor Schluss diente nur noch der Statistik. Der Rest war ein Jubel-Orkan der Luchse, die Füchse lagen enttäuscht auf dem Parkett.

Von Ulrich Pott

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