Sonntag , 4. Dezember 2022
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Fußball-Bezirksliga. TuS Barendorf kassiert acht Gegentore.
Marten Gehrke vom TuS Bodenteich setzt sich hier gegen den Barendorfer Torhüter Fabian Roxin und Michael Ambrosius (r.) durch, trifft zum 3:0. (Foto: be)

Wendisch schlägt Suderburg, SVI erkämpft 3:3 in Barum

Die Fußball-Bezirksliga legt fulminant los: 53 Tore in acht Spielen. Packende Duelle lieferten sich in der Staffel 1 Wendisch Evern und Suderburg (5:3) sowie Eintracht Lüneburg und Küsten (3:4). Große Ernüchterung herrschte beim TuS Barendorf nach der 2:8-Klatsche gegen Bodenteich.

SV Eintracht Lüneburg – SV Küsten 3:4 (2:2)

Trotz Niederlage eine gelungene Standortbestimmung für die neue Eintracht-Elf. „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, wir haben Küsten alles abverlangt und gegen eine der Top-Mannschaften der Liga mitgehalten“, meinte Trainer Philipp Zimmermann. Es war sogar mehr drin, denn die SVE führte mit 2:0. Rodatz schlenzte gefühlvoll das 1:0 (7.), Maatouk versenkte einen Elfmeter zum 2:0 (29.). „Dann haben wir leider den Faden verloren und uns ist zu schnell die Puste ausgegangen“, so Zimmermann.

Küsten bekam durch zwei Treffer kurz vor der Pause durch Kempf (Eigentor, 37.) und P. Reinhardt (45.+1) neuen Schub. Lühring legte das 2:3 nach (52.), darauf antwortete die Eintracht mit dem Tor des Jahres auf der Hasenburg: Maatouk überwand den Torwart mit einem Schuss aus der eigenen Hälfte. „Ein Wahnsinns-Tor, aber leider hat uns das 3:3 nicht die nötige Ruhe gegeben“, meinte Zimmermann. Schumacher schoss das 4:3 für Küsten (61.), danach hatte beide Seiten weitere gute Chancen. So lag bei einem Kopfball an die Latte das 4:4 in der Luft.

TuS Barendorf – TuS Bodenteich 2:8 (0:5)

„Das Ergebnis spricht für sich“, meinte Barendorfs neuer Trainer Bruno Schleiss. „Wir haben viele Fehler gemacht und aufgezeigt bekommen, woran wir arbeiten müssen.“ Nach wenigen Minuten bestrafte der Bodenteicher Luc Schweden den ersten Barendorfer Fehler mit dem 0:1. Und die Gäste blieben effizient. Zweimal Marten Gehrke (12., 27.) und noch zweimal Schweden (40., 45.) sorgten für den 0:5-Halbzeitstand. „Bodenteich hat eine sehr dynamische, eingespielte Truppe“, meinte Schleiss.

Tom Stegen verkürzte zum 1:5 (50.), doch Bodenteich war noch nicht satt. Winter (65., Foulelfmeter), Gehrke (71.) und Glutt (77.) erhöhten auf 1:8. Niels Bergmann erzielte per Foulelfmeter den zweiten Barendorfer Treffer (85.). Fazit Schleiss: „Wir haben viel Arbeit vor uns und müssen in allen Bereichen ein paar Prozente draufpacken.“

Luc Schweden (M.), der drei Tore erzielte, auf dem Weg zum 1:0 für Bodenteich. Die Tore für Barendorf erzielten Tom Stegen (r.) und Niels Bergmann. (Foto: be)

 

SV Wendisch Evern – VfL Suderburg 5:3 (2:1)

Spannender Schlagabtausch zweier offensivfreudiger Teams. Der kleine, entscheidende Unterschied: „Wir waren ein bisschen griffiger und haben unsere Chancen besser genutzt“, meinte Wendisch-Trainer Dennis Hüls Schon nach zwei Minuten nahm Hüls einen langen Ball von Bublitz volley – das schnelle 1:0. Schenk glich aus (17.), Hüls sorgte mit einem Lupfer nach Vorarbeit von Spomer wieder für die Führung (45.+2).

„Immer wenn wir Druck gemacht haben, war Suderburg anfällig“, meinte Hüls. Das zeigte sich gleich nach der Pause. Schünemann traf mit gefühlvollem Heber aus 25 Metern zum 3:1 (49.) und legte dann das 4:1 für Hüls auf, der seinen dritten Treffer erzielte (53.).

Suderburg zeigte Moral und machte es durch Suchan (64.) und Maulhardt (77.) wieder spannend. Jetzt stand das Spiel auf der Kippe. Maxi Boelter hatte das 5:3 für Wendisch auf dem Fuß, schoss aber einen Foulelfmeter vorbei (80.). Sein Bruder Paul Boelter zielte besser und traf kurz nach seiner Einwechslung zum erlösenden 5:3 in der Nachspielzeit.

SV Eddelstorf – TSV Bardowick 2:5 (2:1)

„Von dem, was wir können, sind wir momentan meilenweit entfernt“, musste Bardowicks Trainer Roman Razza feststellen. „Wir sind gerade in keiner guten Phase und haben kein Selbstvertrauen. Das war deutlich zu sehen.“ Viele Spieler wie Holzhütter, Zemke, Messner, Lazo-Garcia, Krieger und Schierle fehlten noch.

Der TSV brauchte einige Unsicherheiten von Eddelstorfs Torwart Lenzen, um den Sieg einzufahren. Schreyer staubte zur Bardowicker Führung ab (11.). Doch Eddelstorf glich sofort aus: langer Ball, Flanke nach innen, Pressschlag und letztlich ein Eigentor von Kreuzkamp – 1:1 (13.). Dann hielt der neue TSV-Torwart Hußmann einen Elfmeter (25.), doch drei Minuten später ging Eddelstorf durch Alves-Dias trotzdem in Führung.

Mit Mühe drehten die Bardowicker das Spiel. Lübberstedt traf nach einer Ecke zum 2:2 (66.), Schneider nach Flanke von Ahrens zum 2:3 (70.). Schreyer (79.) und Zechel (83.) machten alles klar.

MTV Barum – SV Ilmenau 3:3 (1:1)

In der Nachspielzeit schoss Rami Baatekha mit einem Seitfallzieher den umjubelten Ausgleich für den SVI. „Damit haben wir uns für eine sehr gute Leistung belohnt“, freute sich Trainer Jan-Henrik Holdberg. Mit frühem Anlaufen versuchte der SVI, Barums starke Offensive nicht auf Touren kommen zu lassen. Das klappte nicht schlecht. „Barum war eigentlich nur bei Standards gefährlich“, fand Holdberg. Zwei Ecken brachten den MTV durch Maxi Wulf (22.) und Wilhelms (54.) jeweils in Führung.

Der SVI glich zweimal durch Hertting aus. Beim 1:1 verwertete er eine Vorlage von Felix Meyer (37.), einer von sechs Neuzugängen in der Startelf. Beim 2:2 pflückte Hertting einen weiten Abschlag von Torwart van der Wyk herunter und vollendete per Lupfer (68.). Nach dem 3:2 durch Julian Wulf (79.) wähnte sich Barum schon als Sieger, doch der SVI warf alles nach vorn und setzte den letzten Volltreffer. Holdberg: „Das war verdient. Die Mannschaft hat gekämpft ohne Ende.“

Vom Ostheide-Derby Vastorf gegen Neetze (0:5) gibt's hier ein Video.

Von Frank Lübberstedt

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