Samstag , 3. Dezember 2022
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Hans Mathis Sommer präsentierte sich bei seinem Heimspiel in Adendorf perfekt in Form, stellte über 50 Meter Schmetterling einen Kreisrekord auf. (Foto: t&w)

Alles läuft perfekt beim Outdoor Swimmeeting in Adendorf

Erstes Veranstaltung dieser Art in Adendorf kommt bei allen Teilnehmern gut an. Viele der hiesigen Talente mischen trotz eines Handicaps vorn mit

Adendorf. Eine Veranstaltung dieser Art hat es im Adendorfer Freibad noch nie gegeben – doch nun soll das Outdoor Swimmeeting einen festen Termin im Schwimmkalender erhalten. „Wir haben so viele positive Rückmeldungen erhalten“, sagt Stephanie Sommer von der SG Lüneburg/Adendorf. Gemeinsam mit der SG Bille Hamburg will ihr Club das Meeting künftig immer Anfang September ausrichten.

Premiere mit einem strengen Hygienekonzept

Adendorf stellte viele fleißige Helfer und die Wettkampfstätte – über eine solche verfügt die SG Bille nicht. Dafür brachten die Hamburger ihr sportliches Know-How ein. Beide Partner zusammen organisierten so eine Veranstaltung für 24 Vereine aus den fünf norddeutschen Bundesländern mit mehr als 2000 Starts. Und das unter erschwerten Umständen, denn auf die Corona-Pandemie reagierten die Veranstalter mit einem strengen Hygienekonzept.

Keine Schwimmerin, kein Schwimmer und auch sonst keine Begleitperson durfte das Freibad ohne aktuellen Test betreten – eine Maßnahme, auf die nur ein Verein mit seiner Absage reagierte. „Die Eltern, die ihre Kinder nur mal schnell abholen wollten, mussten vor dem Tor warten“, erzählt Stephanie Sommer, für die Sicherheit einfach absolute Priorität hatte: „Wir hatten schließlich Gäste aus Hamburg und aus einigen schleswig-holsteinischen Städten mit hoher Inzidenz. Wir wollten nicht für einen neuen Ausbruch verantwortlich sein.“ Viele der Clubs mit einer weiteren Anreise brachten Zelte mit, die Liegewiesen glichen zwei Tage lang einem großen Zeltplatz.

Auch die sportliche Bilanz fiel gut aus – trotz der langen Corona-Pause. So knackte Hans Mathis Sommer (SG Lüneburg/Adendorf, Jahrgang 2004) mit 27,54 den Kreisrekord über 50 m Schmetterling auf der Langbahn und erreichte im offenen Finale den sechsten Platz.

Geschwister Steep besonders erfolgreich

Stark verkauften sich auch die Geschwister Alexa (2010) und Erik Steep (2006) in ihren Jahrgängen. Alexa qualifizierte sich über alle 50-m-Strecken sowie über 100 m Brust für die Finals, erreichte Bronze über 50 m Brust und 50 m Freistil. Erik Steep wurde Zweiter über 100 m Rücken, gewann die Punktewertung in seinem Jahrgang im Sprint und über die 100-m-Strecken.

Angesichts der bescheidenen Trainingsmöglichkeiten sind auch die weiteren Erfolge bemerkenswert. In der 100-m-Wertung kamen für die SG Lüneburg/Adendorf noch ein weiterer erster Platz (Eric Riggert, 2009) sowie ein zweiter Platz (Jannik Fraas, 2010) hinzu. In der Sprintwertung gab es für die Aktiven des VfL Lüneburg drei erste Plätze durch Lina Gharavi (2006), Johanna Scharffe (2005) und Daniel Froböse (2005), einen zweiten Platz durch Milla Lucia Bunse (2005) sowie einen dritten Platz durch Jonathan Philipp Hopp (2004). „Hier zeigt sich klar, dass es auch in Lüneburg förderungswürdige Talente gibt“, bilanziert Stephanie Sommer zufrieden.

Von Andreas Safft

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