Dienstag , 6. Dezember 2022
Anzeige
Denise Wollny (r.) war mit sechs Toren beste Feld-Torschützin beim HV Lüneburg, der knapp mit 25:26 in Altencelle unterlag. (Foto: be)

HV Lüneburg verschenkt möglichen Punkt

Oberliga-Handballerinnen vergeben zu viele Chancen beim knappen 25:26 in Altencelle

Lüneburg. Da war mehr drin: Die Oberliga-Handballerinnen des HV Lüneburg verloren beim SV Altencelle knapp mit 25:26 (10:15) und kassierten so im zweiten Spiel die erste Niederlage. Entscheidend für die vermeidbare Pleite war die schwache Wurfausbeute.

„Wir sind selbst schuld an der Niederlage. Wir haben bestimmt zehn freie Würfe nicht verwandelt, haben die Torhüterin zur Heldin geschossen“, ärgerte sich HVL-Coach Torsten Doberass. „Das zog sich durch die gesamte Mannschaft, da kann ich jede aufzählen.“

So lagen die Lüneburgerinnen schnell mit 1:5 (7.) hinten, kämpften sich aber auf 5:6 heran (12.), um dann Altencelle wieder davon ziehen zu lassen. Dabei hatten sich die Gäste auf die 5:1-Abwehr gut eingestellt, ließen aber immer wieder besten Möglichkeiten liegen.

Svenja Glas sieht früh Rot

Zudem musste Kreisläuferin Svenja Glas früh mit Rot (drei Zwei-Minuten-Strafen) runter (21.). „Das war sehr unglücklich, weil sie bei der dritten Strafe ihrer Gegenspielerin auf den Kopf geschlagen haben soll, was nicht stimmte“, so Doberass. Doch das kompensierte der HVL stark, so kam Nachwuchs-Spielerin Ricarda Horrey zu ihren ersten Oberliga-Minuten. „Sie hat ein tolles Spiel gemacht“, freute sich der HVL-Coach.

Zur Halbzeit schien die Partie beim Fünf-Tore-Rückstand gelaufen, doch die Lüneburgerinnen gaben sich nie auf. „Wir haben an uns geglaubt. Das hat mir gefallen“, so Doberass. Wenn da nicht die schwache Chancenverwertung gewesen wäre.

Zudem hatte der gesamte Rückraum nicht seinen besten Tag erwischt, kam nur auf fünf Tore – auch ein Grund für die Niederlage. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, wissen, woran es lag“, analysierte der Coach.

Rückraum erwischt keinen guten Tag

Denn auch die beiden Torhüterinnen waren nicht so überragend wie in Spiel eins, wobei Doberass wusste, „wenn wir hier 30 Tore werfen, spricht niemand über die Torwart-Leistungen. Wir müssen hier nicht verlieren. Einen Punkt hätten wir auch verdient gehabt.“ Positiv war, dass Ouisal Draoui alle ihre sechs Sieben-Meter sicher verwandelte.

Nun geht der Blick Richtung nächstem Heimspiel, zumal mit der HSG Plesse-Hardenberg ein ähnliches Kaliber am Sonnabend nach Lüneburg kommt. Da muss der HVL dann sein Visier besser eingestellt haben.

HVL: Fribus, Gans - Draoui (7/6), Wollny (6), Miniers (3), Spiller (3), Wagner (2), Zander (1), Steinbach (1), Glas (1), Grote (1), R. Horrey, Söker, S. Horrey.

Von Ulrich Pott

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.