Sonntag , 4. Dezember 2022
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Harald Kätker (mit Ball) musste mit dem MTV Embsen im zweiten Spiel die zweite Niederlage einstecken. Das Team hat bislang noch keinen Zähler auf dem Konto. (Foto: be)

HV Lüneburg schon vor dem Spiel müde im Kopf

Oberliga-Frauen des HVL verlieren nach Autobahn-Intermezzo klar in Northeim – Embsens Männer erneut ohne Punkte

Lüneburg. Die Oberliga-Frauen des HV Lüneburg können einfach besser zu Hause: Nach dem 38:14-Feuerwerk vergangene Woche im Heimspiel gegen Plesse, gab es jetzt eine heftige Klatsche beim Northeimer HC. Und auch die Embsener Landesliga-Männer gingen leer aus.

Northeimer HC – HV Lüneburg 33:23 (17:12)

Eine Niederlage fast schon mit Ansage: „Das Problem war, dass wir nach dreieinhalb Stunden Autofahrt und einer Vollsperrung auf der A 7 schon mit müdem Kopf angekommen sind“, so HVL-Trainer Torsten Doberass. Und das gerade einmal 40 Minuten vor Anpfiff. „So wurde es hektisch, und dementsprechend haben wir mental auch nicht ins Spiel gefunden und unterm Strich verdient verloren.“

Der Start aber misslang zunächst beiden Teams. „Bis zum 5:4 für Northeim war es ein wirklich schlechtes Spiel, dann haben die sich berappelt. Wir dagegen hatten keinen Zugriff in der Abwehr, dazu Pech im Abschluss und daraus folgend einen Negativ-Lauf“, resümiert der Coach.

Binnen sieben Minuten lagen die Lüneburgerinnen 13:4 zurück. „Wir konnten dieses Mal nicht das abrufen, was wir uns vorgenommen haben“, so Doberass. Die Unsicherheiten nutzte vor allem Northeims Rückraumspielerin Tanja Weitemeier, die allein elf Mal in der Partie zuschlug und in ihrer Studentenzeit auch in Lüneburg spielte.

„Hinfallen, aufstehen, richten und weiter geht‘s“ schrieben die Lüneburgerinnen nach dem Spiel auf ihrem Instagram-Account. So sieht es auch ihr Trainer: „Wir hätten noch eine Stunde weiterspielen können, und es wäre trotzdem nichts geworden. Das war einfach ein gebrauchter Tag. Jetzt geht es weiter.“

Abhaken also und den Fokus klar aufs kommende Spielwochenende legen ­– dann erwarten die HVL-Frauen Spitzenreiter Hildesheim. Ob es dann zum dritten Mal in dieser Saison mit einem Heimsieg klappt, bleibt abzuwarten. Anpfiff ist wieder in Oedeme, die Wasserschäden sind beseitigt. „Dabei liegt uns der Sportpark Kreideberg eigentlich besser“, verrät Torsten Doberass.

HVL: Fribus - Spiller (5), Draoui (4/1), Steinbach (4), Miniers (3), Wollny (2), Glas (2), Zander (1), Grote (1/1), Wagner (1), R. Horrey.

MTV Embsen – Südkreis Clenze 32:35 (16:16)

Nach der hohen Niederlage gegen Wietzendorf verloren die Embsener auch ihr zweites Saisonspiel zu Hause. „Aber dieses Mal kann man uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles versucht haben“, versichert Rechtsaußen Harald Kätker.

Generell aber sei sein Team zurzeit nicht auf Rosen gebettet, und vor allem der Ausfall der beiden Rückraumspieler Kjell Rudloff und Carsten Beyer sei nur schwer zu kompensieren.

„Clenze wäre schlagbar gewesen, aber wir hatten gerade im Rückraum einfach zu wenig Auswahlmöglichkeiten“, erklärt Kätker, der selbst als Außenspieler für 50 Minuten dort seinen Mann stehen musste.

Dennoch hielten die Embsener gut mit, bis kurz vor Ende war die Partie ausgeglichen. „Aber dann ist es unglücklich für uns gelaufen“, so der Handballer. Zwei Pfosten-Würfe und zwei Strafminuten wegen Meckerns für Sascha Sondermann brachten die Mannschaft dreieinhalb Minuten vor Abpfiff aus dem Spielfluss. „Bis dahin hatten wir nur mit einem Tor hinten gelegen“, berichtet Kätker. Die Gäste nutzten die Situation, erhöhten ihre Führung schnell um zwei weitere Treffer.

Nächste Woche nun ist der MTV nochmals vor heimischem Publikum gefragt, dann ist der TuS Jahn Hollenstedt zu Gast, der wie die Embsener noch nicht punkten konnte und lediglich eine bessere Tordifferenz hat. Nach einem spielfreien Wochenende steigt dann am 30. Oktober das Derby gegen den HVL. „Bis dahin sind wir hoffentlich wieder komplett“, so Kätker.

MTV: Reinecke – Kätker (7), Bode (7), Helms (6), Ma. Hartmann (5), Ritz (4/1), Hillnhagen (2), Focke (1), Hoffmeister, Schoppe, Lehmann, Mi. Hartmann, Sondermann.

Von Kathrin Bensemann

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