Dienstag , 6. Dezember 2022
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Volleyball, Bundesliga, SVG, Haching, Herrsching
Die Volleyballer der SVG Lüneburg feierten in München gegen Haching den ersten Saisonsieg. Zuvor aber hatte es gegen Herrsching ein genauso glattes 0:3 gfegeben. Foto: Wolfang Fehrmann

Frust und Erleichterung bei der SVG Lüneburg

Die ersten Punkte der neuen Bundesligasaison sind da. Aber wirklich zufrieden waren die Volleyballer der SVG Lüneburg mit der Reise nach München nicht. Trainer Stefan Hübner sagt, was noch besser werden muss.

München. Trainer Stefan Hübner war die Erleichterung anzumerken. „Das tut schon gut. Da muss man nicht drumherum reden“, sagte der Trainer von Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg nach dem 3:0 (25:20, 32:30, 25:17)-Erfolg beim TSV Haching München. Es war der erste Saisonsieg und ein Pflichtdreier gewesen.

Aber mit der Pflicht ist das so eine Sache, wenn sich der Druck erhöht. Und das war nach dem ebenso glatten wie frustrierenden 0:3 (21:25, 21:25, 20:25) am Sonnabend bei den Volleys Herrsching fraglos der Fall gewesen.

Verletzter Peemüller fehlt der SVG

Die SVG musste bei ihren Dou­ble-Header in der bayerischen Landeshauptstadt auf Diagonalangreifer Richard Peemüller verzichten, der zuletzt gerade gegen Meister Berlin überzeugt hatte. Er war im Abschlusstraining umgeknickt. „Es ist aber keine schwere Verletzung“, beruhigte Hübner. Ob Peemüller am nächsten Sonntag bei Königs Wusterhausen spielen kann, ist aber noch unklar.

Den Diagonalen hätten die Lüneburger gerade gegen die Volleys Herrsching aber gut gebrauchen können. „Seine Angriffspower und seine Durchschlagskraft hat uns da sehr gefehlt“, räumte auch Hübner ein.

Gegen Herrsching mangelt es an Durchschlagskraft

Denn genau an Durchschlagskraft mangelte es den LüneHünen gegen den „geilsten Club der Welt“ (Herrsching über Herrsching). Das Team vom Ammersee, das gegen die SVG erstmals ein Heimspiel im Münchner Audi Dome austrug, hatte vor allem im Angriff deutliche Vorteile. Der neue französische Diagonalangreifer Samuel Nathan Jeanlys, ein sprunggewaltiger 2,03-m-Mann, donnerte den Lüneburgern die Bälle phasenweise nach Belieben um die Ohren (23 Punkte).

Auch Außenangreifer Jordi Ramon (13, Gold-MVP) und bis zu seinem verletungsbedingten Ausscheiden im zweiten Satz Tim Peter (7) spielten überragend. Bei der SVG hingegen lastete zuviel Verantwortung auf den Schultern von Außenangreifer Jordan Ewert. Der punkete zwar ordentlich (15, Silver-MVP), war aber irgendwann auch überfordert.

In der Crunch Time nicht konsequent genug

Knackpunkt gegen Herrsching war der zweite Satz, in dem die SVG 20:18 führte, dann aber in der Crunch Time wieder nachließ und 21:25 verlor. Genau das also, was der Trainer im Vorfeld bemängelt hatte.

„Gegen Herrsching haben wir aufgezeigt bekommen, woran wir noch arbeiten müssen. Unser Aufschlag muss noch druckvoller sein, um eine Waffe zu werden. Das Blockspiel war oft unsauber und im Angriffsspiel müssen wir die Präzision noch verbessern“, resümierte Hübner.

Gegen Haching läuft es besser

Teilweise lief es in den genannten Punkten tags darauf gegen Haching dann besser. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Haching eben auch nicht die Qualität von Herrsching hat.

Immerhin schaffte es die SVG diesmal, die entscheidende Match-Situation für sich zu nutzen. Nach der Abwehr von zwei Satzbällen nutzten die Gäste ihrerseits ihre siebte Chance zum Satzgewinn (32:30). Danach war der Drops gelutscht.

Von Matthias Sobottka

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