Dienstag , 6. Dezember 2022
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Auf dem Heidberg wird‘s sicher wieder laut, wenn Zia Akbari (r.) mit Gellersen gegen den Tabellennachbarn Etelsen spielt. Links: der zurzeit leicht angeschlagene Leon Perera vom MTV Treubund. (Foto: be)

Viertelfinale für TSV Gellersen

Sieg gegen Etelsen wäre für den TSV Gellersen ein Riesenschritt Richtung Meisterrunde der Fußball-Landesliga. Noch mehr Druck spürt aber der MTV Treubund bei seiner Fahrt zum FC Verden 04.

Südergellersen. Endspielstimmung kommt bei den Landesliga-Fußballern des TSV Gellersen auf. Gelingt am Sonnabend (17 Uhr) gegen den Tabellennachbarn TSV Etelsen ein Heimsieg, hätten die Gellerser einen Riesenschritt Richtung Meisterrunde geschafft. Für Trainer Sven Kathmann ist diese Partie aber eher ein Viertelfinale.

Saisonziel schon Anfang November erreicht?

Er blickt auf die folgenden Aufgaben gegen Uelzen und in Westercelle. Wenn‘s gut läuft, hätte Gellersen in zwei Wochen Platz vier – und damit den Klassenerhalt vorzeitig eingefahren.

Zu sehr will Kathmann seine Mannen aber nicht unter Druck setzen, „wir hätten auch so eine Supersaison gespielt“. Vor allem im Vergleich zur vorigen, in der sein Team bis zum Abbruch nur ein Pünktchen geholt hatte. Das Team ist nun deutlich breiter aufgestellt, kann auch Ausfälle von Stammkräften wegstecken.

Gegen Etelsen fehlen Hövermann, Kennemann und Baran. „Wir haben keine so gute Phase, was die Trainingsbeteiligung angeht. Aber wir haben auch so fünfzehn, sechzehn gute Landesliga-Spieler“, betont Kathmann. Er streicht lieber heraus, dass beim Hinspiel Demir und R. Meyer noch gefehlt und M. Wulf auch nur kurz gespielt hatte.

Schlappe gegen Ahlerstedt ist schnell abgehakt

3:3 endete der Vergleich in Etelsen. Ein untypisches Ergebnis für den Kontrahenten, der in den vergangenen sechs Partien jeweils nur einen Gegentreffer kassiert hatte – auch gegen die drei Topteams der Liga. Die Gellerser hingegen kassierten zuletzt ein 0:6 in Ahlerstedt. Kathmann bemerkte einen gewissen Spannungsabfall nach dem spektakulären 3:3 im Derby gegen den MTV Treubund, „aber das haben wir nicht großartig aufgearbeitet“. Nach 1:16 Toren in den vergangenen drei Spielen wird die SV wohl nicht unbedingt Gellersens Lieblingsgegner.

Etelsen allerdings dürfte auf Augenhöhe agieren. „Die spielen ähnlich wie wir, kommen auch sehr über den Kampf und die Moral“, meint Kathmann.

Ein Schlüsselspiel hat am Sonntag auch der MTV Treubund vor der Brust. Die Lüneburger treten beim Spitzenreiter FC Verden 04 an. „Verlieren verboten“, gibt MTV-Coach Sören Hillmer als Motto aus. Ansonsten würde seine Elf in die Meisterrunden-Tabelle mit mindestens drei Niederlagen im Gepäck starten, Verden wäre dann kaum noch einzuholen.

Verden dank Neuzugängen noch etwas gefährlicher

Das Hinspiel endete nach lange ausgeglichenem Verlauf 1:4. Kleine Fehler des MTV nutzte Verden dank seines starken Konterspiels sofort aus. Vor allem die oberliga-erfahrenen Neuzugänge Brandes und Posilek haben das Team von Frank Neubarth noch stärker gemacht.

Verstecken muss sich der Lüneburger Kader aber nicht vorm FC, auch wenn Perera und Winter angeschlagen sind, Goldberg, Horn und Michelsen wohl noch länger ausfallen. Hillmer verspricht: „Wir werden denen nicht ins offene Messer laufen.“

Von Andreas Safft

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