Sonntag , 4. Dezember 2022
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Tutas
Torben Tutas trainiert den MTV Römstedt mittlerweile in der sechsten Saison, hatte zuvor Teutonia Uelzen gecoacht. (Foto: be)

Neetze hat sicher Respekt vor Römstedt

Römstedts Trainer Torben Tutas im Interview vor dem Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga. Ist sein Team bald die Nummer 1 im Landkreis Uelzen?

Römstedt. Anpfiff zum Topspiel in der Fußball-Bezirksliga: Am Sonntag trifft der MTV Röm-stedt auf den TuS Neetze. Der Sieger hat für die Aufstiegsrunde im kommenden Jahr die besten Karten. In seinen bisher fünf Trainerjahren beim MTV Römstedt hat Torben Tutas viel bewegt. Aus einem Kreisklassen-Club hat der einstige LSK-Kapitän einen Anwärter für die Landesliga geformt. Im Rennen um den einzigen Aufstiegsplatz sieht er seine Mannschaft aber als Außenseiter.

Im Aufstiegskampf deutet alles auf einen Dreikampf zwischen Neetze, Bardowick und Römstedt hin. Wie sehen Sie die Chancen Ihrer Mannschaft?

Torben Tutas: Wir würden uns nicht gegen einen Aufstieg wehren, aber das ist ziemlich weit weg für uns. Neetze und Bardowick sind schon etwas weiter als wir. Das sind größere Vereine mit mehr Substanz. In Bardowick wird unter Roman Razza schon sehr professionell gearbeitet. Neetze hat viele erfahrene Spieler, während wir eine sehr junge Mannschaft sind, die auch mal eine Delle in ihren Leistungen hat. Aber durch unseren Sieg im Hinspiel haben die Neetzer sicher Respekt.

Durch den Sieg im Hinspiel hatte Römstedt sogar drei Punkte mehr als Neetze auf dem Konto für die Aufstiegsrunde – bis letzten Sonntag. Da hat Ihre Mannschaft mit dem 1:3 in Küsten erstmals Punkte gegen einen Gegner verloren, der mit in die Aufstiegsrunde gehen wird. Woran lag‘s?

Das war sehr unglücklich. Wir hatten das Heft in der Hand, haben aber Riesenchancen liegen gelassen. Und am Ende hatte Küsten fünf starke Minuten, in denen sie zwei Tore geschossen haben. Da erging es uns ähnlich wie Neetze im Hinspiel gegen uns, als wir ein spätes Tor gemacht und sehr glücklich gewonnen haben.

Aber ich bin da ganz entspannt: Auch wenn wir am Sonntag verlieren sollten, werden wir bis zum Ende der Saison oben mitmischen. In der Aufstiegsrunde geht‘s ja erst richtig los. Da warten nur noch schwere Gegner. Gegen Scharnebeck, Barum, Rosche oder Emmendorf kann man immer verlieren.

Ihre Mannschaft hat schon in der Vorsaison stark aufgespielt. Inwiefern ist sie jetzt noch stärker geworden?

Man merkt die Entwicklung der Spieler. Zum Beispiel bei meinem Sohn Henrik, der zu Beginn seiner Herrenzeit seine Probleme hatte. Unser Stürmer Valentin Schulz, der letztes Jahr aus der A-Jugend des MTV Treubund zu uns gekommen ist, ist mit seinen 20 Jahren schon ziemlich abgezockt. Auch Hauke Tippe, der seit dieser Saison neu bei uns ist, hat sich als Sechser prächtig eingefügt. Paolo Rieckmann, der vom LSK gekommen ist, ist natürlich auch eine richtige Verstärkung. Man merkt aber auch, dass er lange verletzt war und Zeit braucht. Ich hoffe, dass er nach der Winterpause richtig durchstartet.

Gibt es Anfragen des LSK für andere Römstedter Spieler?

Die gab es mal, aber im Moment nicht. Das ist auch kein großes Thema in der Mannschaft. Durch Paolo wissen alle, wie schwer das ist und wie viele Trainingseinheiten dann auf einen zukommen. Man muss dafür brennen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Teutonia Uelzen droht in der Landesliga der Abstieg. Ist Römstedt bald die Nummer 1 im Kreis Uelzen?

Teutonia ist im Umbruch. Ein paar Spieler sind in die Jahre gekommen und die jungen kriegen es noch nicht so ganz hin. Aber Teutonia sollte auch zukünftig der Leuchtturm im Uelzener Fußball sein. Suderburg war vor nicht langer Zeit auch mal in einer guten Position, hat jetzt aber zu kämpfen. Insofern sehe ich unsere Situation als Momentaufnahme.

Das Interview führte Frank Lübberstedt

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