Samstag , 3. Dezember 2022
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David Mehl
David Mehl (l.) erzielt in dieser Szene Neetzes 1:0 gegen Römstedts Torwart Niklas Sore. Vorn: Panagiotis Kafetzakis. (Foto: Marud)

Mit Video: Großer Siegeswillen bringt Neetze den Dreier in Römstedt

Fußball-Bezirksligist TuS Neetze landet 2:1-Sieg in Römstedt dank eines Doppeltorschützen. Der TSV Bardowick kassiert seine erste Saison-Pleite. Wendisch Evern entdeckt wieder eine alte Tugend und schlägt Vastorf 6:2.

Lüneburg. Revanche geglückt: Nach dem 1:2 im Hinspiel gewann der TuS Neetze diesmal seinerseits das Topspiel der Fußball-Bezirksliga mit 2:1 beim MTV Römstedt. Dank der engagierten Leistung und zwei Toren von David Mehl strichen die Neetzer damit drei wichtige Punkte für die Aufstiegsrunde ein.

In der Parallelstaffel leistete sich Bardowick eine 0:1-Schlappe bei Südkreis und muss hoffen, dass der Gegner nicht die Aufstiegsrunde erreicht, weil die Niederlage dann folgenlos bliebe.

Wendisch Evern schoss sich mit dem 6:2-Derbysieg gegen Vastorf den Frust der letzten Wochen von der Seele. Barendorf sorgte mit dem 2:1 gegen Küsten für eine dicke Überraschung.

MTV Römstedt – TuS Neetze 1:2 (0:1)

„Da war alles drin. Die Zuschauer haben ein richtig tolles Spiel von beiden Mannschaften gesehen“, fand Neetzes Trainer Maik Peyko. Wochenlang hatten seine Spieler auf das Duell hingefiebert – entsprechend motiviert legten sie los und kauften Römstedt zu Beginn den Schneid ab. Nach zwei Minuten landete der TuS den ersten Pfostentreffer, nach sechs Minuten lag der Ball im Tor. Mehl köpfte nach Ecke von Gruhn die Führung. Die junge, körperlich unterlegene Römstedter Elf legte vor rund 300 Zuschauern nur langsam den Respekt ab.

Das schnelle, schnörkellose Offensivspiel des MTV kam erst nach der Pause zum Vorschein, als ein starker Angriff zum 1:1 führte. Tappe schickte Fritz in die Tiefe und die Hereingabe verwertete Schulz (62.). Doch das aufkommende Selbstvertrauen der Gastgeber erstickten die Neetzer sofort wieder: Thinius bediente Mehl in den Lauf, und der Torjäger traf ins lange Eck zum 2:1 für Neetze – nur zwei Minuten nach Römstedts Ausgleich.

Als Alak gerade noch gegen Schulz rettete (75.), lag noch das 2:2 in der Luft. Aber nachdem der Römstedter Tippe wegen Fouls Gelb-Rot gesehen hatte (80.), ließ Neetze nichts mehr anbrennen.

Das Video vom Spiel:

SV Wendisch Evern – Vastorfer SK 6:2 (2:2)

Nach sieben sieglosen Spielen ließ es Wendisch diesmal umso deutlicher krachen. „Wir waren das deutlich bessere Team und haben eine kämpferisch gute Leistung gezeigt“, meinte Trainer Dennis Hüls. Sell hatte den SVW früh in Führung gebracht (7.), Brkic konterte für Vastorf mit einem Doppelschlag (18., 21.), jeweils nach Geschenken der Gastgeber auf dem schwer bespielbaren Platz.

Doch Wendisch verdaute diesen Schock schnell. Hellwig glich aus (35.), der überragende Kapitän Zeitner traf gleich zweimal nach einer Ecke (51., 53.). Wendt gelangen ebenfalls noch zwei Tore (73., 90.+2). Da der VSK nur noch eine Mini-Chance auf die Meisterrunde hat, wird Wendisch diese drei wertvollen Punkte wohl auch mit ins neue Jahr nehmen.

TuS Barendorf – SV Küsten 2:1 (1:0)

Ein Sieg, den Barendorf zwar nicht mit in die Abstiegsrunde nehmen wird. „Aber er ist extrem wichtig für unser Selbstvertrauen und für die Trainingswoche vor dem Spiel gegen Lüchow“, freute sich TuS-Trainer Bruno Schleiss. Seine Mannschaft erfüllte den Auftrag, Fußball einfach mal zu spielen. Amberge sorgte für die Treffer (44., 67.), A. Reinhardt hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (62.).

SV Ilmenau – SV Emmendorf 1:1 (0:0)

Bateekha erzielte mit einer Direktabnahme nach einer schönen Flanke von Winderlich die verdiente Führung (58.). Der SVI hatte schon vor der Pause mehr vom Spiel, wurde nach dem Wechsel auch ballsicherer. „Aber danach wollten wir das Ergebnis nur noch verwalten“, kritisierte Trainer Sascha Hartig, „das ging schief“. So sorgte Helmke spät für den Ausgleich (82.).

FSG Südkreis – TSV Bardowick 1:0 (0:0)

Die erste Niederlage kassierte Bardowick vor allem wegen der falschen Einstellung, meinte Trainer Roman Razza: „Südkreis hatte das Spielglück des Tüchtigen.“ Roost verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern (62.), während der TSV sich nur wenige Chancen erarbeitete, kaum einmal die zweiten Bälle eroberte. Razza: „Das war zu unsauber in der Fülle.“ Da Südkreis noch eine kleine Chance auf Platz vier hat, könnte Bardowick diese Niederlage vielleicht sogar mit in die Meisterrunde nehmen. lüb/saf

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