Sonntag , 4. Dezember 2022
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Kamil Hajsman
Mit großer Entschlossenheit fuhren Kamil Hajsman (gelbes Trikot) und sein AEC zuletzt einen Dreier gegen den HSV ein. (Foto: be)

AEC will mit seinen Aufgaben wachsen

Der Spitzenreiter der Eishockey-Regionalliga, ECW Sande, hat sich noch verstärkt und ist am Samstag zu Besuch. Doch es gibt auch Gründe für den Adendorfer EC, optimistisch ins Spiel zu gehen.

Adendorf. Fünf seiner sieben Rivalen in der Eishockey-Regionalliga hat der Adendorfer EC bereits besiegt. Fehlen nur noch zwei: Sande und die Harzer Falken. Am Samstag (20 Uhr) gastiert der Spitzenreiter ECW Sande im Walter-Maack-Eisstadion – eine schwere, aber keine unmögliche Aufgabe, zumal der AEC beim 3:5 im Hinspiel lange ebenbürtig war. Seitdem hat sich aber einiges getan.

Sande spürt den Atem der Harzer Falken im Nacken und hat seinen ohnehin schon bärenstarken Kader noch einmal aufgestockt. Vor drei Wochen erst gastierte Marc Meinhardt mit Schlusslicht Harsefeld bei seinem Ex-Club, nun mit Sande. Christian Synowiec mischt bei den Jadehaien wieder mit. Und Marian Dejdar bringt die Erfahrung von 66 DEL-Spielen mit, spielte insgesamt 666 Mal für Bremerhaven.

Disziplin ist der Schlüssel

Das alles sagt aus, dass Sande sich in dieser Saison sicher nicht mit Platz zwei zufriedengeben will. Doch beim AEC zeigt die Formkurve unter dem neuen Trainerduo Matthias Hofmann/Falko Kucharek nach oben, nach dem Sechs-Punkte-Wochenende zu ihrem Einstieg ist Playoff-Platz vier schon erreicht.

„Die Mannschaft hat mit Köpfchen gespielt und konsequent Strafen vermieden“, lobt AEC-Geschäftsführer Finn Sonntag. Der kann sich nicht daran erinnern, vor dem 5:4 gegen den HSV jemals ein Spiel der Heidschnucken ohne eine einzige eigene Strafminute erlebt zu haben. Disziplin ist aber gerade gegen Sande wichtig, denn im Überzahlspiel fackeln die drei Sander Topscorer Dmytro Demianiuk, Nikolai Varianov und Sergejs Piskunovs nicht lange.

Vorerst keine Rückkehr zur 2G-Regel

Immerhin haben die Adendorfer auch ihre größten Verletzungssorgen überwunden, da auch Tim Strasser wieder gesund ist. Allein Denny Böttger fällt damit bis auf Weiteres verletzt aus, Hofmann konzentriert sich ganz auf sein Traineramt. „Er hat ein Drittel mitgespielt und sich dann in der Pause umgezogen, weil er sich lieber ganz auf das Coachen konzentrieren will“, berichtet Sonntag.

Eine aktualisierte Corona-Verordnung wird am Samstag noch nicht gelten. Der AEC ist daher weiter auf 2G plus eingestellt. So wird in unmittelbarer Nähe des Stadions auf dem Parkplatz vorm Freibad eine Teststation eingerichtet, die am Samstag bis 19 Uhr geöffnet ist.

Von Andreas Safft

Harsefeld zieht sein Team zurück

Die Harsefeld Tigers verlassen das Eis für diese Saison. Der Eishockey-Regionalligist hat den Rückzug seines Teams bekanntgegeben, da Verletzungen, private Gründe und Folgen der Corona-Pandemie für zu viele Ausfälle sorgten. "Somit ist der Kader auf ein nicht antrittsfähiges Minimum geschrumpft. Der Saisonabbruch ist die einzige logische Konsequenz", meint Spartenleiter Matthias Bergmann auf der Homepage des Vereins.

Harsefeld hatte drei ungeimpfte Spieler in seinem Kader, die er nicht mehr einsetzen durfte, und zudem nicht genügend Test-Kapazitäten, um die 2G-Plus-Regel beim Training zu erfüllen. Goalie Beukeboom und Verteidiger Wolfram haben sich schwer verletzt, Stürmer Meinhardt wechselte nach Sande. Die letzten Spiele vor dem Break verlor das Schlusslicht bereits mit 2:17 und 2:18.

Erwartet wird, dass alle Harsefelder Ergebnisse gestrichen werden – das Team von Trainer Dieter Kinzel hatte allein gegen Salzgitter einen Sieg eingefahren. Durch diesen Rückzug hat der AEC am Wochenende 4. bis 6. März spielfrei.

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