Sonntag , 4. Dezember 2022
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Volleyball-Bundesliga, SVG Lüneburg, Düren, Herrsching
Pearson Eshenko (hinten), hier im Pokalspiel gegen Herrsching, muss zum Jahresabschluss mit der SVG Lüneburg in Düren antreten. Foto: Daniela Behns

Letzter Härtetest des Jahres für die SVG

Der letzte Gegner des Jahres hat es für die SVG Lüneburg noch einmal in sich: Der Volleyball-Bundesligist muss am Donnerstag beim Tabellenzweiten Düren antreten. Mit einer Sache hat sich Trainer Stefan Hübner gar nicht beschäftigt.

Lüneburg. Nach dem glanzvollen Einzug ins Pokalfinale geht es für die Volleyballer der SVG Lüneburg in diesem Jahr noch einmal in der Bundesliga um Punkte. Gegner ist niemand Geringeres als der Tabellenzweite powervolleys Düren. Die Partie wird am Donnerstag (19 Uhr) in Düren ausgetragen.

SVG-Trainer Stefan Hübner hofft, dass die Euphoriewellen des dramatischen 3:2-Halbfinalsieges gegen Herrsching noch nachwirken – auch für die Partie in Düren. „Knappe Spiele gegen einen guten Gegner zu gewinnen, das gibt immer Selbstvertrauen“, meint Lüneburgs Cheftrainer, „dieses Spiel hat uns sehr gut getan und sorgt für zusätzliche Energie.“

Hübner hofft, dass Finaleinzug Kräfte freisetzt

Die kann die SVG in Düren durchaus gebrauchen. Die Westdeutschen spielen eine starke Saison, haben sich zu Herausforderer Nummer 1 von Branchenprimus Berlin Volleys gemausert. So sieht es auch Hübner: „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die super eingespielt ist. Die sind so gut besetzt, dass sie auch ihrer Verletzungsserie kompensieren konnten.“

Besonders beeindruckt ist der SVG-Coach von Zuspieler Tomász Kocian und Diagonalangreifer Sébastian Gevert. Sie harmonieren hervorragend, und ein Gevert in guter Form ist für kaum eine Mannschaft in der Bundesliga zu halten. Zudem ist der Außenangriff um Björn Andrae, Volleyballer des Jahres 2021, hervorragend besetzt.

Düren auf allen Positionen top besetzt

Es ist also ein ganz dicker Brocken, der da zum Jahresabschluss nochmal auf die SVG wartet. „Für uns geht es jetzt darum, die Vorrunde gut zu Ende zu bringen. Spiele gegen solche Mannschaften wie Düren sind immer gut. Dadurch entwickelt sich ein Team, dadurch entwickeln sich Spieler“, sagt Hübner.

Theoretisch wäre für die SVG nach der Vorrunde noch Platz vier möglich. Damit hätte sie, völlig unabhängig vom Ausgang der Zwischenrunde, in den danach folgenden Play-offs zuerst ein Heimspiel. „Ich habe mich gar nicht mit Rechnereien beschäftigt“, gibt Hübner zu.

Rang vier ist für die SVG kaum noch zu erreichen

Das würde sich wohl auch kaum lohnen. Die ersten drei Teams (Berlin, Düren und Frankfurt) sind sicher unter den ersten Vier. Höchstens Friedrichshafen könnte die SVG (aktuell Fünfter) noch einholen. Die Betonung liegt auf „könnte“. Bei einem Spiel weniger haben die Häfler fünf Punkte Vorsprung und ein sehr moderates Restprogramm (zweimal KW-Bestensee, einmal Giesen und einmal Frankfurt). Da wird sich der Rekordmeister Rang vier sicher nicht mehr nehmen lassen.

Von Matthias Sobottka

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