Samstag , 3. Dezember 2022
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Joe Worsley
Joe Worsley sorgte mit einer starken Aufschlagserie im vierten Satz für die Vorentscheidung. Die SVG drehte so ein 9:11 in einen 16:11-Vorsprung um. (Archivfoto: be)

SVG startet stark in die Zwischenrunde

Die Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg gewinnen 3:1 in Giesen und festigen den fünften Platz. Chefcoach Hübner muss nach einem positiven Schnelltest zu Hause bleiben, doch der Teammanager springt erfolgreich ein.

Hildesheim. Es geht auch ohne den Chef. Die Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg starteten mit einem 3:1 (25:23, 25:22, 24:26, 25:18) bei den Giesen Grizzlys in die Zwischenrunde. "Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt", meinte Teammanager Matthias Pompe, der die Lüneburger diesmal coachen musste. Denn Trainer Stefan Hübner war vorsorglich zu Hause geblieben, da ein Corona-Schnelltest bei ihm positiv ausgefallen war.

Viel Druck durch starke Aufschläge

Pompe besitzt bereits seit Jahren den A-Trainerschein, sprang für Hübner aber bisher nur einmal bei einem Vorbereitungsspiel in der vergangenen Saison ein. "Wir waren von Beginn an sehr fokussiert und haben sehr gut aufgeschlagen", fand Pompe. Die Lüneburger kamen insgesamt zwar auf 24 Fehlangaben bei nur drei Assen, 16 davon in den ersten beiden Sätzen. Doch wenn der Ball übers Netz kam, dann stand Giesen oft sofort unter Druck.

Die Gäste erarbeiteten sich jeweils schnell eine knappe Führung, die sie nervenstark nach Hause brachten. Von Beginn an waren vor allem die Außenangreifer Jordan Ewert und Auke van de Kamp voll in Fahrt. Beide kamen auf eine Angriffsquote von deutlich mehr als 50 Prozent. Ewert wurde Topscorer der Partie mit 27 Zählen und zum MVP gewählt – diese Ehre hätte auch van de Kamp verdient gehabt.

Nath gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe

Auf Diagonal spielte Richard Peemüller, weil Arthur Nath gesundheitlich ein wenig angeschlagen war und nur für kurze Einsätze fit war. Tim Stöhr stand erstmals wieder im Kader, ist aber längst noch nicht wieder 100-prozentig fit.

"Der Einsatz und die Spielfreude waren wieder sehr gut", lobte Pompe sein Team, das auswärts wieder einmal vor einer Geisterkulisse antreten musste. Auch Giesen zeigte sich kampfstark, schwächelte aber anfangs immer wieder bei der Blockarbeit. Oft genug sprang der Ball vom Zweier- oder Dreierblock ins Netz oder weit ins Aus.

Colito bringt die Gastgeber wieder heran

Die Gastgeber sollten sich allerdings gewaltig steigern, und das lag vor allem an der Hereinnahme von Augusto Colito. Der Diagonalangreifer benötigte nur zweieinhalb Sätze benötigte, um noch auf 18 Punkte zu kommen.

Einen etwas schwächeren Durchgang scheint sich die SVG in der Saison praktisch immer zu gönnen – das einzige 3:0 gab es bisher bei Schlusslicht Haching. Die Grizzlys verdaddelten zwar eine 16:12-Führung, sicherten sich den dritten Satz aber doch in der Verlängerung und hielten den vierten Durchgang zumindest anfangs noch offen.

Giesen resigniert nach Aufschlagserie

Doch beim Stand von 9:11 aus Sicht der SVG kippte dieser Satz entscheidend. Joe Worsley legte eine ganz starke Aufschlagsserie hin, Ewert war nach einem kleinen Hänger auch wieder voll da. Giesen resignierte, während die Gäste mit einer 16:11-Führung im Rücken die Partie nun cool zu Ende spielten.

Die SVG hat Platz fünf also behauptet – verbessern kann sie sich in der Zwischenrunde als "best of the rest" zwar nicht, Pompe sieht die Vergleiche mit Giesen, KW-Bestensee und Herrsching aber als ideales Aufwärmprogramm für das Pokalfinale am 6. März an. Zu tun gibt's noch einiges."Wir könnten noch variabler spielen, mehr durch die Mitte", meint Pompe. Auch wenn die SVG mit einem Team aus den Top Vier erst wieder im Pokalfinale – und dann in den Play-offs – in Berührung kommt. Fordernd genug sind auch die Vergleiche mit den vermeintlichen Kleinen der Liga.

SVG: Worsley, Ewert, Eshenko, Peemüller, van de Kamp, Solbrig – Koslowsky. Eingewechselt: Schlien, Gerken, Nath.

Von Andreas Safft

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