Sonntag , 4. Dezember 2022
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Auke van de Kamp
Auke van de Kamp präsentierte sich wieder topfit, konnte das 0:3 in Herrsching aber nicht verhindern. (Foto: be)

Herrsching blockt die angeschlagene SVG ab

Die SVG Lüneburg kassiert in der Volleyball-Bundesliga die erste Niederlage in der Zwischenrunde - und die fällt gleich deutlich aus. Mehrere Leistungsträger sind angeschlagen, einer fehlt ganz.

München. So gerät Platz fünf für die SVG Lüneburg doch noch in Gefahr. Der Volleyball-Bundesligist unterlag in der Zwischenrunde mit 0:3 (22:25, 19:25, 22:25) bei den Volleys Herrsching, liegt damit nur noch drei Punkte vor den Bayern. Das Rückspiel steigt bereits am kommenden Samstag (20 Uhr).

Die Gäste ließen den angeschlagenen Jordan Ewert (Bauchmuskel) draußen. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme", meinte Trainer Stefan Hübner, der nach zweiwöchiger Corona-Pause wieder vor Ort war. Doch auch andere Leistungsträger wirkten körperlich nicht ganz auf der Höhe. Bezeichnend: Die SVG ging in allen drei Sätzen mit einer Führung in die erste technische Auszeit, brach aber jeweils irgendwann ein. Besonders dramatisch im zweiten Satz, in dem Herrsching dank einer starken Aufschlagserie von Luke Herr von 13:14 auf 19:14 davonzog.

Schlien besonders vielseitig unterwegs

Zudem probierte Hübner vor 300 Zuschauern im riesigen Audi-Dome einiges aus. Richard Peemüller war einziger etatmäßiger Diagonalangreifer im Kader, kam aber nur auf einen einzigen Punkt und musste gegen Ende des ersten Durchgangs raus. Erst versuchte sich Mittelblocker Michel Schlien auf der Position – und das gar nicht einmal so schlecht.

Im dritten Satz löste ihn Arthur Nath ab, Schlien rückte nach links. Nath allerdings wirkte mit seinen Knieproblemen eindeutig nicht auf der Höhe, punktete bei 21 Angriffen nur siebenmal und schwächelte auch bei der Annahme. Besser drauf war dagegen Auke van de Kamp, mit 13 Punkten Topscorer der Gäste.

Der Block steht nur bei den Gastgebern

Doch insgesamt war Herrsching in allen Belangen etwas bis sehr viel besser als die SVG. Die ließ vor allem ihre Stärke im Block vermissen (3), während den Gastgebern gleich zwölf gelangen. Djorde Ilic kam allein auf sechs Blocks und auf eine Quote von 80 Prozent bei seinen Angriffen – überragend.

Auch der Vergleich in der Hauptrunde ging mit 3:0 an Herrsching, die SVG revanchierte sich zu Hause mit einem Sieg im Ligaspiel und dem 3:2 im DVV-Pokalhalbfinale.

SVG: Nath, Eshenko, Peemüller, van de Kamp, Solbrig, Worsley - Koslowsky. Eingewechselt: Schlien, Gerken.

Von Andreas Safft

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