Sonntag , 4. Dezember 2022
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Wie im Hinspiel war Jordan Ewert (hinten) bester SVG-Scorer gegen KW-Bestensee. Die Lüneburger gewannen mit 3:0 in Königs Wusterhausen. (Foto: Behns)

SVG ist Platz eins nicht mehr zu nehmen

Lüneburger Volleyball-Bundesligist gewinnt souverän mit 3:0 bei KW-Bestensee und ist damit Fünfter im Gesamtklassement. Dabei fehlt in Königs Wusterhausen ein ganz wichtiger Mann.

Lüneburg. Sie brauchten nur noch einen Punkt, doch sie holten gleich alle drei: Die Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg gewannen in Königs Wusterhausen bei den Netzhoppers KW-Bestensee mit 3:0 (25:21, 25:18, 25:20), beenden damit die Zwischenrunde (Plätze fünf bis acht) vorzeitig auf Rang eins und gehen somit als Fünfter im Gesamtklassement in die kommenden Playoffs. Das letzte Zwischenrundenspiel am Samstag gegen Giesen dient somit nur noch der Statistik.

"Wir haben wenig Fehler gemacht", freute sich SVG-Trainer Stefan Hübner. "Wir hatten uns einen guten Plan zurechtgelegt, und das Team hat diesen gut umgesetzt." Dabei mussten die Lüneburger erst einmal damit zurechtkommen, dass Libero Tyler Koslowsky nicht mit nach Brandenburg reisen konnte. Seine kleine Tochter hat sich mit Corona infiziert, sodass der Kanadier sich vorsorglich in Quarantäne begab.

Da es keinen zweiten Libero im SVG-Kader gibt, übernahm Tim Stöhr seine Position. "Tim hat schon eine komplette Saison in Bühl als Libero gespielt. Er kann das, deshalb waren wir sehr entspannt", so Hübner. Allerdings wurde der Neuzugang in dieser Saison immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen, kam deshalb bislang auf wenig Spielzeit. "Tim hat sich körperlich stabilisiert, deshalb war ich sogar in freudiger Erwartung, wie er denn spielt." Und Hübner fand lobende Worte: "Ich muss ihm Respekt zollen, auch in der Annahme war er solide."

Stöhr macht seinen Vertreter-Job sehr gut

Nicht nur Stöhr machte seinen Job gut, auch die anderen Lüneburger zeigten eine fast fehlerfreie Partie – besonders im Angriff. "Nur ein Angriffsfehler im gesamten Spiel ist sehr stark. Und der war eigentlich gar keiner", lobte Hübner.

Auch in der Feldabwehr war die SVG den Gastgebern überlegen, zudem hielten sie die im Hinspiel beim knappen 3:2 so starken Brandon Rattray und Theo Timmermann bei nur jeweils sechs Punkten. "Wir hatten sehr gute Kontrolle. Und irgendwann haben wir gemerkt, dass KW frustriert war. Sie haben viel gewechselt", analysierte Hübner. So brachten die Hausherren insgesamt 14 Akteure auf die Platte, die SVG kam mit acht aus.

Bester Scorer und wertvollster Spieler (MVP) wurde bei den Lüneburgern wieder einmal Jordan Ewert, der 13 Punkte markierte. Es folgten Auke van de Kamp mit 9, Arthur Nath mit 8 und Pearson Eshenko mit 7. Bei den Gastgebern ging die Wahl zum Silver-MVP an den erfolgreichsten Punktesammler Blake Leeson, der acht Zähler auf sein Konto brachte.

Abschenken will Hübner die letzte Zwischenrunden-Partie am Samstag gegen Giesen nicht, denn "die Spieler wollen im Rhythmus bleiben". Denn in den Playoffs – wo es wahrscheinlich gegen den Vierten Friedrichshafen geht – müssen sie eine ähnliche Top-Leistung abliefern wie jetzt in Königs Wusterhausen.

SVG: Solbrig, Worsley, Ewert, Eshenko, Nath, van de Kamp - Stöhr. Eingewechselt: Mohwinkel.

Von Ulrich Pott

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