Montag , 5. Dezember 2022
Anzeige
Piet Schacht, Torwart des SV Ilmenau, in Aktion im Spiel gegen Scharnebeck. Letztlich gewann seine Mannschaft glücklich mit 2:1. (Foto: be)

SV Ilmenau auf dem Weg in die Aufstiegsrunde

Der SV Ilmenau steht in der Fußball-Bezirksliga dicht vor dem Einzug in die Aufstiegsrunde. Beim SV Wendisch Evern platzt gegen Lüchow der Knoten. Barendorf macht Neetze das Leben schwer.

Lüneburg. Der SV Ilmenau ist auf dem besten Weg in die Aufstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga. Durch ein Tor in der 90. Minute gewann er mit 2:1 gegen die SV Scharnebeck.

Damit sieht jetzt alles danach aus, dass mit Bardowick, Ilmenau und Scharnebeck gleich drei Lüneburger Teams aus der Staffel 2 in die Aufstiegsrunde einziehen. Zwar hat der SV Emmendorf immer noch Chancen, muss aber in seinem letzten Nachholspiel bei Tabellenführer Bardowick ran.

Aus der Staffel 1 wird es nur der TuS Neetze sein, der sich im Ostheide-Derby zu einem 1:0-Sieg gegen Barendorf mühte. Da bleibt noch viel Luft nach oben für die nächsten Wochen.

Der SV Wendisch Evern holte ganz wichtige drei Punkte. Die Blau-Gelben besiegten Lüchow dank furioser erster Halbzeit mit 5:1. Bardowick zeigte in Wustrow schon gute Form, Vastorf holte gegen Römstedt fast wieder einen Sieg.

Das wichtigste Gesprächsthema auf den Fußballplätzen war aber heute der Krieg in der Ukraine. Das zeigen auch die Bilder.

Die Spieler von Neetze und Barendorf im Gedenken an den Krieg in der Ukraine. (Foto: privat)

TuS Neetze – TuS Barendorf 1:0 (0:0)

Über weite Phasen plätscherte das Spiel ohne viele Highlights vor sich hin. Die Barendorfer versuchten kompakt zu stehen und hielten lange ein 0:0. Erst in der 78. Minute fiel das Siegtor für Neetze. Kafetzakis staubte nach einem Schuss von Mancini ab.

"Man hat gemerkt, dass es um nichts geht", meinte Neetzes Trainer Maik Peyko. Er schonte angeschlagene Spieler wie Grahle, Kathmann und Lich. Auch Gerlach saß zunächst nur auf der Bank. Zudem kämpften einige Spieler mit Trainingsrückstand, weil sie Teile der Vorbereitung wegen Corona-Erkrankungen verpasst haben.

SV Wendisch Evern – SC Lüchow 5:1 (5:1)

Drei Tage zuvor gegen die SV Eintracht hatte sich Wendisch kaum Torchancen erspielt, diesmal lief es wie am Schnürchen. "Wir haben Lüchow gut unter Druck gesetzt und unsere Chancen konsequent genutzt", meinte Trainer Dennis Hüls. Schon nach zwölf Minuten stand es 2:0 durch M. Boelter (7.) und Spomer (12.).

Dann verkürzte Strehl für Lüchow (24.), aber Spomer antwortete sofort mit dem 3:1 (25.). "Das war ganz wichtig", so Hüls, "sonst hätte das Spiel auch in die andere Richtung gehen können."

Bei Spomer, der in dieser Saison noch gar nicht getroffen hatte, war jetzt so richtig der Knoten geplatzt: Er traf auch zum 4:1 (29.). P. Boelter erhöhte noch vor der Pause auf 5:1 (37.).

Dann wechselte Wendisch viel durch und verwaltete das Ergebnis. Fazit Hüls: "Ein verdienter Sieg gegen einen schwachen Gegner." Und drei wichtige Punkte für die Abstiegsrunde.

Vastorfer SK – MTV Römstedt 1:1 (1:0)

Beide Mannschaften hatten kurzfristig das Heimrecht getauscht. Für den VSK wird Römstedt zu einem Lieblingsgegner: Das Hinspiel hatte er mit 3:2 gewonnen, diesmal fehlten nur ein paar Minuten für einen weiteren Sieg. In der 87. Minute erzielte Schulz den Ausgleich für Römstedt. Am Ende der ersten Halbzeit hatte Böhm den VSK in Führung gebracht.

 

Auch in Melbeck gab's eine Gedenkminute für die Kriegsopfer in der Ukraine. (Foto: be)

SV Ilmenau – SV Scharnebeck 2:1 (0:0)

Glücklicher Sieg für den SV Ilmenau nach ausgeglichenem Spiel. "Damit haben wir eins von zwei Endspielen gewonnen", freute sich Trainer Sascha Hartig. Durch den Sieg bleibt der SVI vor Emmendorf und könnte sich damit am nächsten Sonntag in Rosche vielleicht sogar eine Niederlage leisten.

Spielerisch lief bei beiden Mannschaften nicht besonders viel zusammen, was aber auch den schlechten Platzverhältnissen geschuldet war. Im ersten Durchgang hatte Scharnebeck etwas mehr vom Spiel, verpasste aber die Führung.

Der SVI kam schwungvoll aus der Kabine und erzielte das 1:0 durch Winderlich (49.). Am Ende übernahm Scharnebeck wieder das Zepter, aber Ilmenau hielt kämpferisch dagegen. Röhling köpfte den Ausgleich für die Gäste (82.), aber Meyer hatte mit dem 2:1 in der 90. Minute das letzte Wort. "Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen", fand SVS-Trainer Carsten Lorenzen.

Der Scharnebecker Lukas Lange (M.) behauptet sich gegen die Abwehr des SV Ilmenau. (Foto: be)

TuS Wustrow – TSV Bardowick 0:3 (0:1)

Auch wenn die Punkte nicht für die Meisterrunde zählen, "haben wir das Spiel erst genommen und die fitteste, beste Elf ins Rennen geschickt", sagte TSV-Trainer Roman Razza. Sein Team war von Beginn an klar überlegen. Neuzugang Sharba feierte einen Einstand nach Maß und schoss in der 13. Minute die Führung. Wustrow traf den Pfosten (25.), auf der Gegenseite verpasste Ahrens das zweite TSV-Tor.

Mit einem Doppelschlag gleich nach der Pause fiel die Entscheidung. Erneut traf Sharba nach starkem Eins-gegen-Eins (48.) und dann Holzhütter per schönem Schlenzer (50.) bei seinem Comeback nach langer Verletzung.

Von Frank Lübberstedt

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.