Montag , 5. Dezember 2022
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Kapitän Lukas Pägelow (r.) köpft hier zum vorentscheidenden 2:0 für den LSK gegen Heide ein. (Foto: t&w)

Mit Video: Pägelow beschenkt sich selbst beim LSK-Sieg

Am Samstag feiert der LSK-Kapitän noch seinen 28. Geburtstag, einen Tag später trifft er zum vorentscheidenden 2:0 gegen Heide im ersten Spiel der Abstiegsrunde der Fußball-Regionalliga Nord

Neetze. Perfekter Start für den Lüneburger SK in die Abstiegsrunde der Fußball-Regionalliga Nord: Der Lüneburger SK schlug in Neetze den Heider SV verdient mit 2:0 (1:0) und sprang auf den rettenden sechsten Platz. Denn Rehden verlor gegen Lübeck, alle anderen Konkurrenten teilten sich die Punkte.

"Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben. Es war sehr wichtig nach der langen Pause und der langen Vorbereitung", freute sich LSK-Trainer Qendrim Xhafolli.

Dabei markierte der LSK die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt: Eines kurz vor dem Halbzeitpfiff, eines kurz danach. Auch ganz wichtig: Bis auf die letzte Viertelstunde ließen die Gastgeber den Heidern keine Torchancen zu. "Wir hatten sehr gute Phasen, haben die Null gehalten, gut verteidigt und immer wieder Nadelstiche gesetzt", so der Coach, bei dem das Positive überwog.

Ganz schlechte Platzverhältnisse

Absolut negativ waren die Platzverhältnisse in Neetze. Der Ball versprang bei jedem Pass, ein normales Fußballspiel auf Regionalliga-Niveau war so nicht möglich. Nicht nur der Heider Platzwart fragte sich, warum denn niemand den Platz vorher gewalzt hatte. Da ist noch viel Luft nach oben.

Toll dagegen die Aktion des LSK bezüglich des Kriegs in der Ukraine. Neben einer Schweigeminute ließ LSK-Kapitän Pägelow eine Friedenstaube fliegen, die Spieler Luftballons in den ukrainischen Farben. Zudem wurde Geld gesammelt für die Ukraine-Hilfe-

Auf dem Platz entwickelte sich eine zähe Partie mit vielen Fehlpässen. Wenn es gefährlich wurde für den LSK, dann über die rechte Seite mit dem agilen Kunze, doch seine Hereingaben verpasste erst Meyer (17.), dann köpfte Neuzugang Barajas, der noch rechtzeitig die Spielgenehmigung erhalten hatte, freistehend drüber (18.).

Meyer holt den Hammer raus

Als sich die 400 Zuschauer schon auf ein 0:0 zur Pause eingestellt hatten, schlug Zoch einen letzten langen Pass Richtung Heider Tor. Ein Gäste-Akteur verschätzte sich, so landete das Leder bei Meyer, der mit einem satten Schuss für die umjubelte Führung sorgte. Natürlich Meyer, die Tormaschine des LSK hatte getroffen. Wer sonst?

Nach dem Wechsel drückte der LSK sofort auf das 2:0. Barajas spielte erst Zoch herrlich frei, der knapp verzog (46.). Dann schlug Kunze eine Freistoß-Hereingabe auf den zweiten Pfosten, wo Pägelow Richtung Tor köpfte. Keeper Bartell schien den Ball zu haben, doch vom Pfosten fiel er ins Tor. Jubel beim LSK. Ausgerechnet Pägelow, der am Samstag seinen 28. Geburtstag feierte und sich nun selbst beschenkte. Für Xhafolli kein Zufall: "Er ist bei den Ecken immer brandgefährlich, leider hat er oft nicht das Glück. Heute hat er es sich erkämpft, es zeigt seinen Willen."

Im Anschluss hätten die Lüneburger noch erhöhen können, die beste Möglichkeit vergab Zoch, der frei auf das Tor zulief, aber knapp links verzog (54.).

In der letzten Viertelstunde warf der Gast dann alles nach vorne und kam so zu drei Möglichkeiten – alle eingeleitet über rechts von Paulsen. Doch zweimal zielte Wolf zu hoch (75., 84.), zudem traf Kieselbach die Latte (88.). Xhafollis Fazit: "Wir haben gesagt, es sind zwölf Endspiele. Eines haben wir jetzt gewonnen, elf warten noch auf uns."

LSK: Birjukov - Ghubasarjan, Pägelow, Otte - Kunze, Hefele (75. Wolk), Pauer, Hübner - Barajas (90.+1 Hildebrand) - Zoch (86. Yagmur), Meyer.

Heide: Bartell - Busch, Neelsen, Burke, Peters (81. Westensee) - Ubben (62. Wolf), Hahn, C. Ehlert (81. Wiegand), Butzek (62. Fibelkorn) - Paulsen, Kieselbach.

Tore: 1:0 Meyer (45.+1), 2:0 Pägelow (53.). Schiedsrichter: Holst. Zuschauer: 400. Gelbe Karten: Pauer, Hübner / Peters, Paulsen. Beste Spieler: Pägelow, Kunze / Paulsen.

Von Ulrich Pott

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